{"id":2513,"date":"2022-12-18T21:27:00","date_gmt":"2022-12-18T19:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.reken-erleben.de\/?p=2513"},"modified":"2025-06-14T21:27:45","modified_gmt":"2025-06-14T19:27:45","slug":"mehrheitliche-zustimmung-fuer-den-haushalt-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reken-erleben.de\/?p=2513","title":{"rendered":"Mehrheitliche Zustimmung f\u00fcr den Haushalt 2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>18.12.2022 Reken<\/strong>(bli\/pd). Im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag, 18. Dezember, hielten die Fraktionsvorsitzenden ihre Haushaltsreden und stimmten mehrheitlich der Haushaltssatzung f\u00fcr das Haushaltsjahr 2023 zu.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" id=\"system-readmore\"\/>\n\n\n\n<p>Der Entwurf der Haushaltssatzung mit Haushaltsplan f\u00fcr 2023 wurde im Gemeinderat am 15. November den Ratsmitgliedern vorgestellt. (s. Reken-erleben-Bericht vom 17. November).<br>Darauf folgten die Beratungen in den jeweiligen Fachaussch\u00fcssen. (s. Reken-erleben-Berichte zum Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss, &nbsp;Schul-, Inklusions-, Sport-, Integrations-, Familien- und Kulturausschusses sowie Haupt- und Finanzausschuss) Ebenso wurde der Entwurf der Haushaltssatzung \u00f6ffentlich ausgelegt.<br>Die Ratsmitglieder hatten in der letzten Sitzung mehrheitlich die Haushaltssatzung f\u00fcr das Haushaltsjahr 2023 beschlossen. Vier Gegenstimmen kamen von der Partei B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Haushaltsreden:<\/p>\n\n\n\n<p>Dirk K\u00f6hne, CDU<br>\u201eGerade erst vor einigen Tagen wurde das Wort \u201eZeitenwende\u201c zum Wort des Jahres gek\u00fcrt. Ein Wort, das in den letzten Wochen und Monaten geradezu inflation\u00e4r genutzt wurde.<br>Es erweckt den Anschein, dass sich Dinge, die seit Jahrhunderten so waren, jetzt pl\u00f6tzlich \u00e4ndern bzw. \u00e4ndern m\u00fcssen. Dabei ist es an vielen Stellen nur die pl\u00f6tzliche R\u00fcckkehr zu Bew\u00e4hrtem. Trotz alledem eine Rei\u00dfleine, die dringend gezogen werden musste.<br>Aber nicht nur durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, einem Krieg mitten in Europa mit unermesslichem Leid f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung der Ukraine, und wirtschaftlichen und sozialen Folgen f\u00fcr ganz Europa, steuern wir auf die gr\u00f6\u00dfte Rezession der Nachkriegsgeschichte zu.<br>Auch durch fatale Fehlentscheidungen nicht nur in der gro\u00dfen Politik. So ist es mir bis heute schleierhaft, wie viele Kommunen immer noch kr\u00e4ftig mit an der Steuerschraube insbesondere f\u00fcr die Grundsteuern drehen, und sich keine Gedanken \u00fcber ihre eigentlichen Aufgaben machen. Meine Forderung geht hier deutlich nicht nur in die Richtung der Kolleginnen und Kollegen in den St\u00e4dten und Kommunen, sondern auch an die Verantwortlichen im Land. Aufgabe der Verwaltungen auch in Kreis und Land sollte es sein, sorgsam mit dem Vertrauen, das B\u00fcrger in sie investieren, umzugehen. Da darf es keine Automatismen auf der Einnahmenseite geben! Genauso, wie es diese auf der Ausgabenseite nicht geben darf. Die von der Gemeinschaft durch Steuern und Abgaben zur Verf\u00fcgung gestellten Mittel sind kein Selbstbedienungsladen. Es wird dringend Zeit Organisationen, die deutlich \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse leben, die Grenzen aufzuzeigen. Die in der Haushaltsrede des B\u00fcrgermeisters angesprochenen Mittel, die in Richtung des Kreises und des Landes flie\u00dfen, sprechen da eine deutliche Sprache. Wenn 76% der Einnahmen der Gemeinde Reken mit ihren 15.000<br>B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern an den Kreis und das Land flie\u00dfen, sind das deutlich zu viel. Es gibt sicherlich Umlagen, deren Notwendigkeit wir hier alle sehen, auch die entstehenden Mehrkosten stehen hier nicht zur Debatte.<br>Doch die offensichtlich zunehmende B\u00fcrokratisierung wollen und k\u00f6nnen wir nicht l\u00e4nger finanzieren. Es entsteht der Eindruck, Demokratie und Selbstbestimmung sollen durch Ideologie, und Empathie durch B\u00fcrokratie ersetzt werden.<br>Hier ben\u00f6tigen wir einen deutlichen Budgetdeckel und die R\u00fcckbesinnung auf die Kernaufgaben.<br>Trotz dieser \u201eZeitenwende\u201c sollten wir, wie wir es im l\u00e4ndlichen Raum schon immer getan haben, uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Gemeinsam und pragmatisch die Dinge in die Hand nehmen, f\u00fchrt oft zu einem guten Ergebnis. Zudem habe ich pers\u00f6nlich immer noch die Hoffnung, dass sich der Kompass unserer Gesellschaft da wieder auf die wesentlichen Dinge ausrichtet.<br>Mit \u00dcbersicht an die Dinge herangehen, und sich vom Leben, und nicht nur von Papierlagen und schlauen Spr\u00fcchen beeinflussen lassen.<br>Trotzdem: \u201eEt is nicht jeden Dag Kaermis\u201c<br>Es gilt auch Entscheidungen zu treffen, die nicht leichtfallen. Das zeigt sich auch im Haushaltsentwurf f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr. Auch wenn hier wie immer wenig Platz f\u00fcr Symbolpolitik und ideologische Wunschlisten ist, so gehen die steigenden Preise und hohen Abgaben an unseren Planungen f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr nicht spurlos vor\u00fcber. Hier ist wiederum das Gleichgewicht zwischen Weitsicht und Notwendigem deutlich sp\u00fcrbar. Wichtige Investitionen in die Zukunft wie die Erweiterung der Feuerwehr, oder ein echtes B\u00fcrgerwindrad stehen neben weiterhin hoher F\u00f6rderung f\u00fcr unser Zusammenleben. Die f\u00fcr uns auch wichtigen Projekte, wie das B\u00fcrgerhaus in Maria Veen (auch wenn es im n\u00e4chsten Jahr noch nicht im Plan stehen kann) und den weiteren Ausbau und der Erhalt unseres Wirtschaftswege, Fahrrad und Stra\u00dfennetzes verlieren wir nicht aus dem Blickwinkel. Wir freuen uns das die bereits zur Kommunalwahl angesprochene Neugestaltung Rund um das Ehrenmal in Bahnhof Reken im n\u00e4chsten Jahr Wirklichkeit wird.<br>Auch den ideologiefreien Ausbau der Energieinfrastruktur in Reken haben wir stets im Blick. Wir unterst\u00fctzen ausdr\u00fccklich die vorbildlichen Initiativen und das hohe B\u00fcrgerliche Engagement.<br>Gemeinschaftliches Engagement, f\u00fcr mich der wichtigste Teil, wenn ich auf das vergangene Jahr zur\u00fcckblicke, und auf das kommende Jahr schaue:<br>Ich danke im Namen meiner Fraktion allen, die insbesondere in den letzten Jahren<br>&#8211; in unserer Verwaltung \u00fcber das \u00fcbliche Ma\u00df hinaus ein herausragendes Krisenmanagement geleistet haben. Sich mit vielen hilfsbereiten Rekenerinnen und Rekenern um die Neuaufnahme von Fl\u00fcchtlingen gek\u00fcmmert, und ihnen eine sichere Unterkunft geboten haben und bieten.<br>&#8211; sich in den Kliniken und Praxen bis an die Grenzen der Ersch\u00f6pfung, trotz eines perfiden gewinnorientierten Gesundheitssystems, sich w\u00fcrdig um die Menschen gek\u00fcmmert haben.<br>&#8211; durch ihre ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und Organisationen daf\u00fcr gesorgt haben, dass wir trotz aller Krisen Heimat und Gemeinschaft erleben d\u00fcrfen.<br>Zudem danke ich allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die trotz aller Nachrichten die Ruhe bewahren und aufeinander aufpassen. Die kritisch, aber sachlich auf die Dinge sehen, und somit ein vern\u00fcnftiges Fundament f\u00fcr die Zukunft bauen.<br>Ich verspreche Ihnen: Wir haben als Ihre Vertreterinnen und Vertreter im Rat der Gemeinde Reken stets ein offenes Ohr. Wir scheuen uns nicht vor Herausforderungen, die wir gemeinsam angehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hermann Dreischenkemper, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen<br>\u201eAm 24. Februar hat der russische Diktator Putin die Ukraine \u00fcberfallen. Was sich niemand von uns vorstellen konnte \u2013 ein Krieg in Europa \u2013 ist Wirklichkeit. Unsere Vorstellungen von Frieden und Sicherheit gelten nicht mehr. Dieser v\u00f6lkerrechtswidrige Krieg konfrontiert uns mit st\u00e4ndig neuen Krisen, auf die wir noch Antworten suchen und Antworten finden m\u00fcssen.<br>Im Moment jagt eine Krisenmeldung die n\u00e4chste, eine Preiserh\u00f6hung folgt der anderen und Inflationsraten in bisher fast nie dagewesenen H\u00f6hen reihen sich Monat f\u00fcr Monat aneinander.<br>Klimaschutz \u2013 welche Ziele finden wir im Haushalt 2023<br>Bei dem Thema Klimaschutz von einer Zukunftsaufgabe zu sprechen klingt schon fast wie ein Hohn, eher sprechen wir von verpasster Vergangenheitsaufgabe.<br>Starkregenereignisse, \u00dcberflutungen, St\u00fcrme, Hitzewellen, anhaltende Trockenheit verbunden mit dem anhaltenden Verlust der biologischen Artenvielfalt stellen eine Bedrohung f\u00fcr uns und unsere Kinder dar, auch hier in Reken. Leider finden wir im Haushalt 2023 so gut wie keien festgeschriebenen Ziele und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Klima- und Artenschutz.<br>Ich zitiere die wesentlichen \u00c4nderungen zum Klimaschutzprogramm 2020 der Nachbarstadt Velen-Ramsdorf zum 01.07.2021: u.a. Verdopplung der Betr\u00e4ge: &#8218;1.000 Euro statt 500 Euro f\u00fcr Privatleute, 2.000 Euro statt 1.000 Euro f\u00fcr Gruppen und Vereine. F\u00f6rderf\u00e4hig sind jetzt auch Balkonsolaranlagen und Zisternen zur Sammlung von Regenwasser.\u00b4 Zitatende-<br>Unser Antrag zur F\u00f6rderung von Balkonsolaranlagen wurde von der Mehrheitsfraktion abgelehnt. Es kann f\u00fcr uns nicht der Ma\u00dfstab sein, ob die Mehrheitsfraktion mitmacht, wir stehen f\u00fcr Klimaschutz und Unterst\u00fctzung der sozialen Klammer.<br>Wir m\u00fcssen in der Diskussion aufh\u00f6ren, irref\u00fchrende Aussagen wie &#8218;\u00d6kologie, \u00d6konomie und soziale Belange m\u00fcssen in Einklang gebracht werden\u00b4 einzubringen. Eine ambitionierte Klimaschutz- und Umweltpolitik spielt diese Bereiche nicht gegeneinander aus, nein, sie verbindet all diese Elemente miteinander. Denn scheitert der Klimaschutz brauchen wir weder \u00fcber einen Schutz der Wirtschaft noch \u00fcber den sozialen Frieden oder Demokratie reden, denn dann wird all das nicht mehr m\u00f6glich sein.<br>Haushaltsaufstellung<br>Wir sehen in einer Haushaltsberatung nicht nur die Bearbeitung von einigen zehntausend Zahlen, die von der Verwaltung zusammengestellt und die abschlie\u00dfende Beratung in den Aussch\u00fcssen mit dem Aufrufen von Seitenzahlen. Nein, der Haushalt ist der Weg in die Zukunft. Als erstes sollte die Politik Ziele f\u00fcr die Gemeinde festlegen, diese gehen dann in die Verwaltung und erst danach erfolgt die Verteilung der Mittel mit der Aufstellung des Haushaltes.<br>Die Verwaltung kann doch nicht diese Aufgabe der Politik \u00fcbernehmen. Hier ist die Aufforderung: lassen sie das mal die Verwaltung machen und erst dann diskutieren, der falsche Weg. Die Politik gibt die Vorschl\u00e4ge und nicht umgekehrt.<br>Demokratieverst\u00e4ndnis<\/p>\n\n\n\n<p>Reken ist auch in Sachen Demokratie kein gallisches Dorf. Somit gilt auch hier die repr\u00e4sentative Demokratie. Die Zusammensetzung unseres Rates ist der Querschnitt unserer Gemeinde. Der oberste H\u00fcter unseres gesamten Gemeinderates ist der B\u00fcrgermeister und somit nicht nur H\u00fcter einer Partei.<br>Demokratie lebt davon, unterschiedliche Ans\u00e4tze und Probleml\u00f6sungen zu entwickeln. Dazu geh\u00f6rt auch, dass politische Parteien im Rat in der Sache und nicht um eine Person streiten m\u00fcssen. Wenn nicht hier, wo dann.<br>Unter dem Strich sind alle ehrenamtlich t\u00e4tig, engagieren sich ehrenamtlich f\u00fcr Reken und vor allem f\u00fcr die Demokratie.<\/p>\n\n\n\n<p>Fl\u00e4chenverbrauch und Wohnungsbau<br>sozialer Wohnungsbau<\/p>\n\n\n\n<p>u.a. ist die Verarmung unserer Kulturlandschaft auch ein Resultat des zunehmenden Fl\u00e4chenverbrauchs in Deutschland und somit auch hier in Reken. Welche Fl\u00e4chen k\u00f6nnen entsiegelt werden, der Natur zur\u00fcck gegeben werden? Wann wird \u00fcber die Aufstockung bestehender Geb\u00e4ude nachgedacht? z.B. R\u00fcckf\u00fchrung gro\u00dfer Parkfl\u00e4chen mit der Vorgabe unten parken, ein Stockwerk h\u00f6her einkaufen? Wann findet die Philosophie: immer weiter wachsen, immer mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Einfamilienh\u00e4user und der weiteren notwendigen Infrastruktur, ein Innehalten mit der Frage: wohin wollen wir? Haben wir einen Plan? Ein Ziel? Einen sozialen Wohnungsbau? Was unternehmen wir f\u00fcr bezahlbare Mieten? Oder ist unser Antwort auf diese Frage: nein, diese Leute wollen wir hier nicht?<br>Wir Gr\u00fcnen unterstreichen die Aussage von dem amerikanischen Philosophen John Rawls &#8218;dass soziale und politische Ma\u00dfnahmen den am schlechtesten Gestellten den gr\u00f6\u00dften Vorteil bringen m\u00fcssen\u00b4<br>Wir fordern Handlungsempfehlungen zum Thema &#8218;Wohnen und Bauen in Reken\u00b4 f\u00fcr eine notwendige politische Beratung. Wir fordern ein Konzept \u00fcber die zuk\u00fcnftige Gestaltung und Entwicklung unserer Gemeinde.<br>Soziale Gerechtigkeit ist die Voraussetzung f\u00fcr ein funktionierendes Gemeinwesen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Generationsgerechtigkeit<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt reicht es aber wirklich. Diejenigen, die einen gro\u00dfen Teil des Haushaltes zahlen, sitzen nicht mit am Tisch. Werden nicht geh\u00f6rt. Das ist doch nicht zu glauben. Durch einen Bilanztrick, dem sogenannten NKF-Covid-19-Ukraine Isolierungsgesetz, werden Millionen Euro ausgelagert und verschwinden ganz langsam, 50 Jahre, aus den B\u00fcchern. Viel weiter weg von Nachhaltigkeit und Generationsgerechtigkeit kann Finanzpolitik nicht sein.<br>Wir fordern: unsere Kinder m\u00fcssen in einem Jugendparlament u.a. auch diese Art der Finanzpolitik diskutieren und ihre Meinung hierzu dem Gemeinderat mitteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tierschutz<\/p>\n\n\n\n<p>Hier bedanken wir uns bei der Verwaltung f\u00fcr die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Tierheim Lette. Bei unseren j\u00e4hrlich stattfindenden Gespr\u00e4chen bedankt sich die Tierheimleitung und alle Mitarbeiter bei der Gemeinde Reken f\u00fcr die rasche Hilfe bei aufkommenden Problemen. Hierzu auch ein herzliches Dank von uns Gr\u00fcnen an die Verwaltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Steuereinnahmen<\/p>\n\n\n\n<p>Ja da haben wir sicherlich auch noch etwas vor Ort zu diskutieren. Im Koalitionsvertrag der schwarz\/gr\u00fcnen Landesregierung gibt es im Kapitel Generationenverantwortung unter Finanzen und Haushalt einen Seite 141. Interessant die Zeilen 6.942 bis 6.947, ich zitiere: &#8218;Wir werden den bestehenden Gewerbesteueroasen der Kommunen in NRW entgegentreten. Im Gemeindefinanzierungsgesetz werden wir Regelungen verankern, die solche Gewerbesteueroasen unattraktiv machen und negative Schl\u00fcsselzuweisungen f\u00fcr solche Kommunen vorsehen, deren tats\u00e4chliche Gewerbesteuerhebes\u00e4tze sehr deutlich unter den fiktiven Hebes\u00e4tzen des Landes liegen\u00b4 &#8211; Zitatende. M\u00fcssen wir die Gewerbesteuer anheben?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen: es gibt viel zu tun, packen wir es an. Gemeinsam m\u00fcssen wir die Antworten auf die Krise geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Verwaltung f\u00fcr die Arbeit in unserer Gemeinde. Dieser Dank richtet sich auch an jeden und jeder ehrenamtlich T\u00e4tigen, ohne euch und eure Mitarbeit zu Erhalt der sozialen Klammer wird dieses Gemeinwesen nicht funktionieren. Danke!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas Zander, SPD<br>\u201eBei meiner letzten Haushaltsrede im Dezember 2021 hoffte ich, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Krisenmodus heraus sind. Ich ahnte nichts vom bevorstehenden \u00dcberfall der Ukraine durch Russland und den Folgen dieses Unrechtskrieges. Auch 10 Monate nach Beginn des Krieges bin ich, sind wir in der SPD Reken, noch geschockt davon, dass es mitten in Europa Krieg gibt, geschockt davon, wieviel Leid es immer noch in der Ukraine gibt, geschockt davon, mit welcher Intensit\u00e4t Putin diesen Krieg weiterhin gegen sein Nachbarland f\u00fchrt, ohne die Spur einer Einsicht zu dessen Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit. Ich bin allerdings auch beeindruckt, beeindruckt von der Widerstandskraft und dem Willen der Menschen in der Ukraine, beeindruckt von der konsequenten Reaktion der westlichen Staaten, der Unterst\u00fctzung der Ukraine mit milit\u00e4rischem Ger\u00e4t und den harten Sanktionen gegen das russische Regime. Am meisten beeindruckt mich die Reaktion und die Unterst\u00fctzung dieser Ma\u00dfnahmen durch die Menschen im Westen, durch die Menschen in Deutschland und auch insbesondere durch die Menschen in Reken. Es gab und gibt in Reken immer noch eine gro\u00dfe Solidarit\u00e4t mit den Menschen in der Ukraine und den Menschen, die aus der Ukraine zu uns kommen und hier Schutz suchen. Das macht mich stolz auf uns in Reken, stolz auf unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, auch wenn ich dieses Wort nur selten verwende. Diese Solidarit\u00e4t besteht nicht nur in Symbolpolitik und verbaler Verurteilung des russischen Unrechtskrieges, sondern in ganz konkreten Hilfeleistungen. Die oben genannten Sanktionen treffen das russische Regime, aber auch jede und jeden<br>von uns. Die Entwicklung der Energiepreise, durch die hohe Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas und \u00d6l, ist dramatisch. Wir m\u00fcssen uns mit einer seit Jahrzehnten nicht mehr gekannten hohen Inflation auseinandersetzen. Das wirkt sich auf uns alle und auch auf den vorgelegten Haushaltsplanentwurf aus. Durch die umsichtige Ausgabenpolitik aller Fraktionen in Reken, haben wir gute R\u00fccklagen und eine gut gepflegte Infrastruktur. Das hilft uns die kommenden mageren Jahre zu meistern und bedeutet nun, Ausgaben und Investitionen mit noch mehr Augenma\u00df zu t\u00e4tigen. Einige zukunftsweisende Projekte f\u00fchren wir weiter, auch wenn sie vorerst mit hohen Kosten verbunden sind. Mittel- und langfristig rechnen sich diese Investitionen aber. Ein gutes Beispiel ist der Bau und der Betrieb einer eigenen Windkraftanlage der Gemeinde Reken. Das rechnet sich mittelfristig finanziell, tr\u00e4gt immens zur Verringerung unseres CO2-Aussto\u00dfes bei und macht uns nebenbei noch unabh\u00e4ngiger von fossilen Energielieferungen. Ein sehr gutes Projekt, welches die SPD aus tiefster \u00dcberzeugung unterst\u00fctzt. Im vorliegenden Haushalt planen wir zudem Investitionen in PV-Anlagen f\u00fcr knappe 500.000 \u20ac im Jahr 2023 ein, auch dies rechnet sich mittelfristig finanziell und unmittelbar \u00f6kologisch. Ein \u00e4hnliches Projekt, in kleinerem Rahmen hatte die Fraktion von B\u00fcndnis 90\/die Gr\u00fcnen vorgeschlagen. Die Anschaffung von Mini-PV-Anlagen, sogenannten Balkonkraftwerken, sollte von der Gemeinde bezuschusst werden. Die SPD hat diesen Antrag unterst\u00fctzt, da auch wir der Meinung sind, dass dies einen guten Effekt h\u00e4tte. Warum? Wenn Privatpersonen Mini-PV-Anlagen installieren, k\u00f6nnen sie damit einen Gro\u00dfteil ihrer eigenen Energiegrundlast abdecken. Das hilft ihnen in Zeiten hoher Energiekosten ihre Unterhaltskosten zu reduzieren und es hilft der Umwelt, da somit weniger CO2 erzeugt wird. Leider vertreten sowohl CDU als auch Verwaltung die Meinung, dass die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Reken diesen finanziellen Anreiz nicht ben\u00f6tigen, da Steuern und Abgaben unbestritten niedrig sind. Auf dem Papier mag es stimmen, aber in der Lebenswirklichkeit leider nicht. Durch die zus\u00e4tzliche finanzielle Unterst\u00fctzung h\u00e4tten wir einen guten Anreiz geschaffen, die Anzahl der Mini-PV-Anlagen signifikant zu erh\u00f6hen. Das wird nun leider ausbleiben! Diese Chance haben Verwaltung und CDU vertan.<br>Wir machen bereits vieles f\u00fcr den Klimaschutz. Aber wo viel gut ist, kann mehr nur besser sein! Gerade in Sachen Klima sollten wir das beherzigen. Wir haben alle in diesem Jahr gemerkt, wie die Auswirkungen des Klimawandels sich immer deutlicher zeigen. Der Sommer und der Herbst waren zu warm und viel zu trocken. Wir m\u00fcssen versuchen, die negativen Auswirkungen auf uns alle so gering wie m\u00f6glich zu halten und sollten gemeinsam an einem Strang ziehen, um gr\u00f6\u00dfere, aber auch kleinere Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz auf den Weg zu bringen. Dazu gibt es f\u00fcr den kommenden Sitzungsblock einen Antrag der SPD-Fraktion zu Patenschaften von Stra\u00dfenb\u00e4umen, der genau in diese Richtung zielt. Wir hoffen auf Unterst\u00fctzung durch die anderen Fraktionen.<br>Ich habe zu Beginn meiner Rede davon gesprochen, dass ich beeindruckt von den Menschen in Reken bin. Das trifft vor allem auf die vielen ehrenamtlich t\u00e4tigen Menschen in Reken zu. Ich kann und m\u00f6chte mir ein Reken ohne dieses Engagement nicht vorstellen. Und wo ich gerade beim Thema Engagement bin, noch ein paar Worte zu den Mitarbeitenden der Gemeinde. Corona mit Bravour gemeistert und nun meistern Sie ebenso bravour\u00f6s die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Im Namen meiner Fraktion m\u00f6chte ich Ihnen herzlich danken. Diese Einsatzbereitschaft ist nicht selbstverst\u00e4ndlich, sondern au\u00dfergew\u00f6hnlich. Im Haushaltsplanentwurf 2023 sind viele gute Projekte aufgef\u00fchrt und es werden viele begonnene Projekte mit Augenma\u00df weitergef\u00fchrt. Die Fraktion der SPD wird dem Haushalt 2023 daher zustimmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bernhard Schmidt, UWG<br>\u201eEin weiteres Jahr mit Corona, Kriegen in der ganzen Welt, nie da gewesene Preissteigerungen in allen Bereichen unseres Lebens liegen hinter uns.<br>Nicht nur f\u00fcr alle Rekener Mitb\u00fcrger, auch f\u00fcr die Gemeinde Reken eine besondere Herausforderung. Kann die Gemeinde die Geb\u00fchren halten, die Investitionen wie vorgesehen durchf\u00fchren, stand oft auf der Tagesordnung. Personalprobleme, Lieferengp\u00e4sse und unvorhersehbare Preissteigungen waren zu bew\u00e4ltigen.<br>Besonders das Sozialamt wurde an seine Grenzen gebracht. Menschen aus der ganzen Welt, besonders aus der Ukraine, wo ganze Familien bei uns Schutz suchen.<br>An dieser Stelle ein ganz herzlichen Dank an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Rathaus, die all diese Aufgaben zu unserer vollen Zufriedenheit gel\u00f6st haben.<br>Aber was w\u00e4hre Reken ohne das Ehrenamt. Im Sport,. Kultur,. Kirche, Rotes Kreuz, Feuerwehr und vielen anderen Einrichtungen w\u00e4re ohne Ehrenamt nicht m\u00f6glich und machbar.<br>Allen Ehrenamtlichen gilt unser besonderer Dank und Anerkennung.<br>Durch eine vorsichtige und nachhaltige Finanzpolitik musste keine Reduzierung der Zusch\u00fcsse f\u00fcr alle Vereine gemacht werden, sogar einige wenige Sonderw\u00fcnsche konnten erf\u00fcllt werden.<br>Da sicherlich noch sehr anspruchsvolle Jahre auf unsere Gemeinde zukommen, sollte jede Investition und Ausgabe genau \u00fcberpr\u00fcft werden.<br>Ein Anfang wurde von der Politik schon in diesem Jahr gemacht.<br>Ohne Absprache wurden nur einige wenige Antr\u00e4ge zum Haushalt 2023 gestellt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18.12.2022 Reken(bli\/pd). Im Gemeinderat am vergangenen Donnerstag, 18. Dezember, hielten die Fraktionsvorsitzenden ihre Haushaltsreden und stimmten mehrheitlich der Haushaltssatzung f\u00fcr das Haushaltsjahr 2023 zu. 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