Historischer Spaziergang durch Klein Reken
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01.11.2026 Klein Reken (bli). Der Heimatverein Reken hatte erstmalig zu einem Spaziergang mit geschichtlichen Informationen zu Klein Reken eingeladen. Die Nachfrage war enorm. Vielen Interessenten musste der Verein leider absagen, da die Gruppe ansonsten zu groß geworden wäre.

Treffpunkt am Samstagnachmittag war der Parkplatz vor der St. Antonius Kirche. Hier gab Raimund Wolter (rts. im Bild) eine Einführung in die Historie von Klein Reken, angefangen bei frühgeschichtlichen Siedlungen, der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 889 (Recnon) bis zur heutigen Zeit. Im Anschluss führte er die Gruppe durch den Ort. An markanten geschichtsträchtigen Häusern und Plätzen blieb Wolter stehen und berichtete von Ereignissen und Anekdoten aus der Vergangenheit.


Ursprung der Antoniuskirche ist eine 1447 geweihte hölzerne Kapelle und dem Bau einer größeren Kirche ab dem Jahr 1485. Darauf folgte die Errichtung des Turmes 1523. Die Kirche in der heutigen Form entstand 1911/12.

Dazu gehört die Entwicklung der gastronomischen Betriebe seit dem 18. Jahrhundert.


Bilder erinnerten an frühere Gebäude. Dazu gehörte das Textilgeschäft (Kittel und Röcke) Punsmann (ursprünglich Geschäft für Lebensmittel und Kurzwaren) sowie die Brennerei an der Dorfstraße. Die Mühle Sondermann am Mühlenweg gibt es nur noch auf Fotos vollständig mit Mühlenkopf und Flügel zu sehen.


Zur jüdischen Geschichte in Reken konnte Ulrich Hengemühle einiges berichten. An den Stolpersteinen Ecke Dorfstraße und Mühlenweg erinnerte er an „Juden Hannchen“. Ebenso wurde der jüdische Friedhof besucht.


Auf dem Weg durch Klein Reken durfte der „Posten 20“ nicht fehlen. Christa Holthausen erzählte von der Entwicklung des Bahnwärterhäuschens zu einem beliebten Treffpunkt im Ort, der Eröffnung des Bahnhaltepunktes und der Brennerei Beckmann.

Die Teilnehmer besuchten auch Erika Reichert, Autorin, Künstlerin und ehemalige Rektorin der Antoniusschule, die die Gäste musikalisch begrüßte. Mit ihrer lebendigen Darstellung des Gedichtes „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff begeisterte sie die Besucher.


Zu den berühmten Persönlichkeiten im Ort gehört der Bildhauer und Professor an der Hochschule für BildendeKünste Braunschweig, Thomas Rentmeister.

Ein Stopp wurde an dem aus Sandstein gebauten Tunnel an der Rekener Straße eingelegt. Hier fällt das zum Pinocchio Weg gehörende Exponat direkt auf.

Am Dorfgemeinschaftshaus endete der historische Rundgang durch Klein Reken.
Raimund Wolter hat bereits angekündigt, dass der Heimatverein auch im nächsten Jahr wieder einen Spaziergang mit vielen geschichtlichen Informationen und kleinen Anekdoten anbieten wird. Termin und Ort werden noch bekanntgegeben.



































