Gehölzrodung in den Heubachwiesen
– In Reken-Hülsten beginnen in dieser Woche Maßnahmen zum Schutz des Brachvogels und weiterer gefährdeter Wiesenvögel
19.10.2026 Hülsten (pm). In dieser Woche beginnt die Gehölzrodung im Naturschutzgebiet „Heubachwiesen“ Teilgebiet 3 in Reken-Hülsten. Darauf macht die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken als Genehmigungsbehörde nun aufmerksam.
Bei der Maßnahme in den Heubachwiesen handelt es sich um die notwendige Rodung von verschiedenen Gehölzen, darunter Einzelbäume, Hecken und Gehölzreihen. Ziel ist es, die offenen Lebensräume in den Heubachwiesen zu erhalten und zu verbessern. Davon sollen insbesondere die vom Aussterben bedrohten Arten Brachvogel (Numenius arquata) und Wachtelkönig (Crex crex) sowie weitere gefährdete Wiesenvögel wie der Kiebitz (Vanellus vanellus), der Wiesenpieper (Anthus pratensis) und die Feldlerche (Alauda arvensis) profitieren.

Wiesenvögel sind auf offene, strukturreiche Grünlandlandschaften angewiesen. Veränderungen ihrer Lebensräume können sich erheblich auf ihre Brut- und Aufzuchtmöglichkeiten auswirken. Maßnahmen zur Entwicklung und zum Erhalt geeigneter Lebensräume sind daher ein wichtiger Baustein, um die Bestände dieser Arten zu schützen und die biologische Vielfalt in der Region zu erhalten.
Die betroffenen Flächen befinden sich zum Großteil im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Maßnahmen wurden mit weiteren Akteuren wie der Gemeinde Reken, der Landwirtschaftskammer im Kreis Borken, Eigentümern angrenzender Privatflächen sowie der Bezirksregierung Münster abgestimmt.
Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken tritt bei diesem Vorhaben ausschließlich als Genehmigungsbehörde auf. An der praktischen Umsetzung der Maßnahmen ist sie nicht beteiligt.
Weitere Informationen zu den Maßnahmen gibt es auch auf der Homepage der Biologischen Station Zwillbrock unter www.bszwillbrock.de.
Hintergrund zum LIFE-Projekt
Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt „LIFE Wiesenvögel NRW“. Die Biologische Station Zwillbrock e. V. startete das Projekt Ende 2020 gemeinsam mit elf weiteren Partnern, darunter neun weitere Biologische Stationen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen bedrohter Wiesenvögel im nordwestdeutschen Tiefland zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Uferschnepfe, Großer Brachvogel und Kiebitz. Projektträger ist das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK).
Titelbild: Durch das Entfernen von Bäumen, Hecken und Büschen werden die Flächen offengehalten und bieten den empfindlichen Brachvögeln die nötigen Lebensbedingungen. (Copyright: D. Reich (Biologische Station Zwillbrock e.V.))



































