Berufsfeuerwehrtag – JFW und JDRK 24 Stunden im Einsatz

27.09.2026 Reken (bli). 24 Stunden im Einsatz – für die 31 Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes des Ortsvereins (OV) Reken war es ein anstrengender Tag, aber dafür sehr spannend.

Sie nahmen am vergangenen Samstag am Berufsfeuerwehrtag teil. Hierbei wird den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr (JFW) und des Jugendrotkreuzes (JRK) die Möglichkeit geboten, den Dienstalltag der Berufsfeuerwehr nachzuspielen. Sie erhielten Unterstützung durch ehrenamtliche Ausbilder und Einsatzleiter der Feuerwehr und des DRK des Rekener OV sowie des OV Stadtlohn. Zur realitätsnahen Darstellung von Unfallsituationen hatten Helfer die „Verletzten“ vorher geschminkt. Teilweise wurden auch Dummys eingesetzt. Die Einsatzfahrzeuge für diesen Aktionstag hatten Städte und Gemeinden des Kreises Borken zur Verfügung gestellt.

Mitglieder von Croce Rossa Italiana im Gespräch mit Stefan Nienhaus, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters (3. v. lks.)

Der Ortsverband Stadtlohn hatte Besuch vom Croce Rossa (Rotes Kreuz) Italiana Comitato di San Vito al Tagliamento. Die Mitglieder verfolgten mit großem Interesse das Geschehen bei den Unfallszenarien.

Der erste Einsatz am Berufsfeuerwehrtag war um 08:41 Uhr in Klein Reken. Hier sollte eine „Ölspur“ beseitigt werden. Es folgten in allen Ortsteilen über 20 weitere Aufgaben, die den Nachwuchsrettern gestellt wurden. Dazu gehörten Unfälle, eine Geburt, kleinere Brände, eine Reanimation, eine Katze vom Baum herunterholen und vieles mehr. 

Chlorgasunfall am Frei- und Hallenbad

Zu den größeren Szenarien gehörte der „Chlorgasunfall“ am Frei- und Hallenbad in Groß Reken. Als Erstes evakuierte der Feuerwehrnachwuchs die „verletzten“ Menschen aus dem Gefahrenbereich, wie beispielsweise aus dem Keller. Die sieben Patienten wurden anschließend vom JRK weiterversorgt. Unter den Opfern waren zwei „Tote“. Damit kein weiteres „Chlorgas ausströmen“ an und zur abschließenden Kontrolle, gingen erfahrene Feuerwehrmänner in Spezialanzügen in den Keller, um die Gasflaschen zu verschließen. Nach einer dreiviertel Stunde war der Einsatz beendet. 

Um 21:30 Uhr wurden die JFW und das JRK zu einem „Großbrand“ am Heltweg gerufen. Hier durften die Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr die Technik und die Führung eines Strahlrohres selber ausprobieren. Fünf Patienten mit „Rauchgasvergiftungen“, „Rückenverletzung“ und „Verbrennungen“ wurden vom JRK versorgt.

Der letzte Großeinsatz und Abschluss des Berufsfeuerwehrtages fand um 05:52 Uhr in Bahnhof Reken statt. 

Für die Kinder und Jugendlichen war es ein ereignisreicher 24-Stunden-Dienst. Die ihnen gestellten Aufgaben sind alle mit Feuereifer und Begeisterung angegangen.