Mühlenbäcker backen an der „Hillen-Mölle“

Schaubacken des Heimatvereins Reken am 12. Juli mit Rahmenprogramm

07.07.2026 Reken (pm). Der Schaubacktag des Heimatvereins Reken an der „Hillen-Mölle“ hat sich zu einem Publikumsmagnet weit über Reken hinaus entwickelt. An diesem Sonntag (12. Juli) ist es wieder soweit: Von 13 bis 18 Uhr lassen sich die Mühlenbäcker am „Backhues“ über die Schultern schauen. Die Abgabe der Brote beginnt pünktlich um 14 Uhr.„Wir backen nach alten Rezepten und lieben unser traditionsreiches Handwerk“, sagt Mühlenbäcker Jörg Lütkebohmert, der den Beruf von der Pike auf gelernt hat. Und Georg Holthausen ergänzt: „Nicht die Menge ist uns wichtig, sondern der gute Geschmack.“

Die Aufgaben im Team sind klar verteilt, allein schon die Farben machen es deutlich. Die Mühlenbäcker tragen die klassisch weiße Weste, während die Heizer in Grau gewandet sind. „Spaß und Geselligkeit beim Backen sind uns ebenso wichtig“, betonen sie.

Alle Brote, die sie am Sonntag in die Öfen „einschießen“, werden aus Dinkelmehl hergestellt. Neben dem klassischen Dinkel-Mühlenbrot bieten die Bäcker des Heimatvereins auch wieder Rosinenbrot („Korinthenstuten“) an. Ein Leckerbissen, bei dem Rekener Backtradition eine große Rolle spielt. „Wir backen nach dem Originalrezept von Possens Rudi.“ Damit ist der längst verstorbene Bäckermeister Rudolf Wiesweg gemeint, der sein Geschäft mit Backstube einst auf der Groß Rekener Hauptstraße betrieb.

Die Brote werden gegen eine Spende von fünf Euro abgegebe – solange der Vorrat reicht. Wer schon an Ort und Stelle auf den Geschmack kommt, kann die Probierschnittchen verkosten, die mit „guter Butter“, Käse und luftgetrockneten westfälischen Schinken zu einem „Köppken Koffie“ angeboten werden. Abgerundet wird das kulinarische Angebot durch das so genannte „Möllenglück“. Das sind goldgelb gebackene, herzhafte Taler aus Dinkelmehl-Teig, die mit Kräuter-Creme Fraîche, roten Zwiebeln, Champignons, Schinkenwürfeln und viel Käse belegt sind. „Wir haben das Möllenglück aus Freude über den Abschluss des Erbrechtsvertrages kreiert, der den Erwerb der Mühle für 99 Jahre garantiert“, sagt Holthausen. 

Neben dem Steinofen im urigen „Backhues“ kommt auch der neue mobile Ofen zum Einsatz. Beide werden mit Buchenholz beheizt. Ein Vorgang, der sich über mehrere Stunden hinzieht.

Das Schaubacken der Mühlenbäcker ist eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm, das alle Generationen anspricht. Die Spinnfrauen des Rekener Heimatvereins sind ebenso mit von der Partie wie die Waldschule des Hegerings Reken und der Korbflechter Josef Knuf. Der Heimatfreund Günter Thiehoff, bekannt durch seine Auftritte beim Heimatfest, wird zum ersten Mal Fahrten mit seiner Pferdekutsche für Kinder anbieten. Ob der Hufschmied und das Shire Horse teilnehmen, entscheidet sich kurzfristig, so der Vorsitzende Carsten Hösl.

Am Getränkestand werden kühle Getränke ausgeschenkt, darunter auch Weine von der Mosel („Reuter Erben“). Reinhard Limberg, der Imker der Mühle, verkauft Honig, Met und Produkte aus Bienenwachs. Das Heimatmuseum Alte Mühle und die anderen Gebäude des Freiluftmuseums wie etwa der Museschoppen stehen zur Besichtigung offen.

Alle Bilder, Quelle: Heimatverein Reken