Historischer Schaukasten zum Thema „Vier starke Frauen“
10.06.2026 Reken (pm). „Vier starke Frauen aus Reken“ – Unter diesem Titel ist der historische Schaukasten des Rekener Heimatvereins an der Ecke Hauptstraße/Schmiedegasse im Groß Rekener Oberdorf in diesen Tagen neu bestückt worden. Anfang März diesen Jahres hatte das Heimatarchiv beim „Tag der offenen Tür“ und nicht zuletzt auch aus Anlass des Weltfrauentages bereits eine kleine Ausstellung über vier Rekener Frauen, die für die Heimatgemeinde Geschichte gemacht hatten, der Öffentlichkeit präsentiert.
Da war zunächst Therese Hermine Illerhues zu nennen, die nach einer Ausbildung als Bäckereigehilfin Reken verließ und als Schwester Misono in die Mission nach Japan ging, dort einen eigenen Orden gründete und zur Legende wurde. Für ihre Verdienste erhielt sie die japanische Staatsangehörigkeit und wurde sogar von Kaiser Hirohito geehrt. Von der hiesigen Mühlengemeinde in die Weltspitze – was für ein Weg.
Ebenfalls als weltliche Hilfe und im Geiste Mutter Teresas ging die in der Groß Rekener Bauerschaft Bollengraben geborene Mechthild Pierick als Schwester Mary Prema in die Mission nach Indien. 2009 wurde sie sogar Generaloberin des Ordens der Missionarinnen der Nächstenliebe in Kalkutta. Mechthild Pierick hat als Rekenerin an der Seite von Mutter Teresa die Welt der Ärmsten ein Stück heller gemacht.
Elisabeth Brüning war eine politische Pionierin und gleichzeitig eine leidenschaftliche Pädagogin. 43 Jahre unterrichtete sie in Klein Reken den Nachwuchs. Viele Klein Rekener sprechen noch heute voller Stolz über das Wirken der beliebten Lehrerin. Ihr politisches Engagement stellte Elisabeth Brüning jedoch dadurch unter Beweis, dass sie 1922 als Mitglied der damaligen Zentrumspartei die erste Frau im Borkener Kreistag war.
Und schließlich war da noch Agatha Schwering, die als Malerin die Schönheit ihrer Rekener Heimat einfing und sich weit über die Grenzen Rekens hinaus einen Namen gemacht hat. Ihre Bilder hängen wahrscheinlich in aller Welt – nicht weil sie sie verkauft hat, sondern weil sie sie so gerne an Freunde verschenkte.
Angela Lütkebohmert, Margret Lütkebohmert, Maria Schlottbohm und Christa Holthausen hatten als Archivmitarbeiterinnen für die neuerliche Ausstellung im historischen Schaukasten Hintergrundwissen, gepaart mit alten Fotos, gesammelt und jetzt zu einer würdigen Präsentation für die Öffentlichkeit zusammengestellt. Der Leiter des Rekener Heimatarchivs, Hermann-Josef Holthausen, hatte die Frauengruppe dabei tatkräftig unterstützt. Für alle Rekener – nicht nur weiblichen Geschlechts – lohnt sich ein Gang zum historischen Schaukasten in der Groß Rekener Schmiedegasse auf jeden Fall. –
Titelbild (privat): Die Frauengruppe des Heimatarchivs (v.l.: Angela Lütkebohmert, Margret Lütkebohmert, Maria Schlottbohm und Christa Holthausen) bei der Vorstellung der neuerlichen Ausstellung im Historischen Schaukasten Rekens. Thema: „Vier starke Frauen aus Reken“.



































