Landesweiter „Warntag“ am Donnerstag, 12. März 2026: Auch im Kreis Borken heulen dann wieder die Sirenen 

02.02.2026 Kreis Borken (pm). Am Donnerstag, 12. März 2026, heulen in ganz Nordrhein-Westfalen um 11 Uhr die Sirenen. Darauf weist der Kreis Borken hin. Dabei handelt es sich wieder um einen Probealarm, den das NRW-Innenministerium angeordnet hat. In diesem Jahr steht neben dem Thema „Warnung“ auch der Bereich „Selbstschutz“ besonders im Fokus. Das NRW-Innenministerium hat dazu die Broschüre „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ herausgegeben, die zum Beispiel auch auf der Internetseite https://akut.kreis-borken.de zu finden ist. „Es ist wichtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld von Katastrophenlagen mit dem Selbstschutz beschäftigen, sodass sie für einen Ernstfall gut vorbereitet sind“, betont Landrat Dr. Kai Zwicker.
Am landesweiten Warntag werden die vorhandenen technischen Systeme zur Warnung flächendeckend getestet. Gleichzeitig wird geprüft, an welcher Stelle sie noch weiterentwickelt werden müssen „Bürgerinnen und Bürger müssen regelmäßig darauf aufmerksam gemacht werden, was die unterschiedlichen Sirenentöne in einem Ernstfall bedeuten und wie man sich dann verhalten sollte“, ergänzt Landrat Dr. Kai Zwicker.
Außerdem im Test: Die landesweite Warnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS), die zentral aus dem Lagezentrum der Landesregierung in der Warnstufe 1 ausgelöst wird. Damit können dann auch alle Werbetafeln der Firma Ströer landesweit angesteuert werden. Ebenso werden die Warn-App NINA sowie der „Cell Broadcast“ getestet, mit dem Warnungen – ohne Installation einer App – direkt auf das Handy oder das Smartphone geleitet werden. Allerdings können nicht alle Handys Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen. Da es sich hierbei um eine Warn-Funktion des Bundes handelt, kann der Kreis Borken zur Funktionalität oder technischen Limitation keine Auskunft geben. Weitere Information hierzu gibt es beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter dem Link: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html.
In diesem Zusammenhang erinnert die Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Borken die Bürgerinnen und Bürger an die Bedeutung der Sirenensignale. Um 11:00 Uhr werden im gesamten Kreisgebiet 149 Sirenen im Abstand von fünf Minuten folgende Signale abgeben:
11:05 Uhr – Entwarnung der Bevölkerung: ein einmütiger ununterbrochener Heulton
11:10 Uhr – Warnung: ein einmütiger auf- und abschwellender ununterbrochener Heulton – dies bedeutet Gefahr. So sollten sich die Bürgerinnen und Bürger beim Sirenensignal „Warnung“ im Ernstfall verhalten:

Geschlossene Räume aufsuchen.
Fenster und Türen schließen.
Radio einschalten und auf Durchsagen achten, Nachbarn unterrichten,
Radio WMW (per Antenne je nach Empfangsort folgende Frequenzen im Kreis: 88,4 – 93,0 – 97,6 – 103,6,
Auch auf eventuelle Lautsprecherdurchsagen von Feuerwehr oder Polizei achten.
Die Notrufnummern 110 und 112 nur bei wirklichen Notfällen anrufen.

Da es sich am Donnerstag, 12. März 2026, nur um einen Probealarm handelt, sind diese Vorsichtsmaßnahmen an dem Tag natürlich nicht erforderlich! An den Warnton schließt sich deshalb der Entwarnton in Form eines einminütigen durchgängigen Heultons an.
Wie Hendrik Schuurmann, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Kreisverwaltung, mitteilt, würden im Ernstfall die Bürgerinnen und Bürger nach einer Sirenen-Alarmierung nähere Informationen und Verhaltenstipps vor allem über die Warn-Apps, die lokalen Radios WMW und WDR 2 sowie die digitalen Informationskanäle der hiesigen Tageszeitungsverlage, der Online-Zeitungen, der Kreisverwaltung Borken und der Städte und Gemeinden im Kreis erhalten. Bei der Kreisverwaltung Borken sind dies:

das Internet-Informationsportal des Kreises Borken zu akuten Krisen, Notfällen und Gefährdungslagen https://akut.kreis-borken.de
x.com/akutkreisborken
facebook.com/KreisBorken
instagram.com/kreisborken

Gegebenenfalls könnten vor Ort auch Lautsprecherdurchsagen erfolgen. Erforderlichenfalls würde der Kreis Borken überdies ein Bürgertelefon schalten und/oder eine Personenauskunftsstelle einrichten.
Weitergehende Informationen zum Thema gibt es im Internet unter https://akut.kreis-borken.de. Dort finden sich auch Informationen zu den Warnmitteln im Kreis Borken – sowohl auf Deutsch als auch in verschiedenen Fremdsprachen.
Hinweis zum „Cell Broadcast“: 
„Cell Broadcast“ ist eine Warnnachricht, die direkt und ohne App an Handys geschickt wird – auch ohne, dass eine App auf dem Smartphone im Vorfeld installiert wurde. Gesteuert und abgesetzt werden die Warnmeldungen über „Cell Broadcast“ und die Warn-App NINA am Warntag zentral vom Bund. Grundsätzlich kann das System „Cell Broadcast“ im Bedarfsfall auch durch die Kreisleitstelle Borken ausgelöst werden.
Nähere Informationen zum Thema „Cell Broadcast“ sind unter https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warnung-in-Deutschland/So-werden-Sie-gewarnt/Cell-Broadcast/cell-broadcast_node.html abrufbar.
Hinweis zur Warn-App NINA: 
Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, versendet standortbezogen Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitungen und Großbrände. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. Die App gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS.