Sich anpassen, ohne die Tradition des größten Dorffestes aufzugeben

11.11.2016 Bahnhof Reken (geg). Brudermeister Clemens Wenning hatte anlässlich des Patronatsfrühstücks eine gute Nachricht zu verkünden die da lautete: "Wir feiern weiterhin Schützenfest. Die Reaktion:  "Gott sei Dank" so kommentierten die anwesenden Männer den Entschluss.
 


Dem Vorstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft Bahnhof Reken kommt es immer noch so vor, als wäre es gestern passiert. Das Schützenfest 2016 musste ohne König beendet werden, berichtete der Brudermeister.
Vorstand und Offizierskorps beschäftigten sich danach immer wieder intensiv damit, wie es gelingen kann, die Königswürde attraktiver zu gestalten. Denn eines war klar: Die Lebensumstände der Menschen haben sich verändert, viele Bahnhöfer, besonders die jungen unter ihnen arbeiten auswärts - haben Probleme für die „Feiertage" frei zu bekommen.



Sich daran anpassen, ohne die Tradition des größten Dorffestes aufgeben zu müssen, so lautete die Aufgabenstellung. Dabei war es dem Vorstand der Bruderschaft wichtig, die Schützen bei der Entscheidung „mitzunehmen“.
Also wurden Meinungen eingeholt, es wurde überlegt, diskutiert und schließlich eine Umfrage bei den über 600 Schützen gestartet. 55 Prozent – auf die Zahl ist der Vorstand recht stolz- haben sich zurückgemeldet und dafür ausgesprochen, dass die grundsätzlichen Programmabläufe beibehalten werden.
Das Ergebnis: Das Schützenfest wird um einen Tag vorverlegt. Es wird also am Freitag, Samstag und Sonntag gefeiert. Auch Festwirt Wenzel Schwering begrüßt die Entscheidung der Schützenbruderschaft, denn der Besuch der Vogelstange habe insgesamt nachgelassen.
Die Festabfolge soll sich demnach so gestalten:
Am Freitagnachmittag beginnt das Schützenfest mit dem Seniorenkaffee. Anschließend findet ein Umzug mit dem Vorjahresthron und Zapfenstreich durchs Dorf statt. Für das Jahr 2017 natürlich ohne einen Thron. „Da müssen wir noch eine Lösung finden,“ so Brudermeister Clemens Wenning. Am Abend erfolgt der Festball.
Am Samstag wird morgens am Zelt angetreten und danach je nach Wetterlage, zum Schießwettbewerb zur Vogelstange marschiert. Am Abend findet dann wie gewohnt die Zeltparty für die jüngeren Gäste statt.
Der Sonntag startet mit einer heiligen Messe und anschließendem Frühschoppen im Festzelt. Am Nachmittag erfolgt der Umzug mit der Parade des neuen Königpaares, am Abend dann der Krönungsball mit der Band „Casa Nova“.
Die Verantwortlichen der Schützenbruderschaft freuen sich über diese Lösung und darüber, dass viele Bahnhöfer den Entscheidungsprozess mittragen. Sie sind davon überzeugt den richtigen Weg zu gehen. Bestärkt durch das Ergebnis der Umfrage wird an diesem nun der „Feinschliff“ vorgenommen. Die Informationen über das fertige Konzept erhalten die Schützen am 21. Januar  anlässlich der Mitgliederversammlung.

 

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