Der Hausi von der Michaelschule hört auf

26.10.2017 Groß Reken (bli). Der Abschied fällt ihm schwer. Günter Mecking, besser bekannt als Hausi von der Michaelschule in Groß Reken, geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand.


Wenn der bei den Kindern beliebteste Mann in der Schule durch das Gebäude läuft, wird er nachdenklich, „Dies sind meine letzten Tage. Ich hänge doch sehr daran“. Als gelernter Schreiner fing er vor 25 Jahren, am 15.12.1992, als Hausmeister an der Grundschule an.

 


Insbesondere trug Günter Mecking dazu bei, dass sich das Erscheinungsbild des Gebäudes und der Klassen sich immer wieder wandelte, um aktuellen Ansprüchen zu genügen. So schuf er reichlich Abstellflächen, indem er auf dem breiten Gang im Erdgeschoss einfach neue Wände hochzog, und somit zusätzliche Räume schuf. Im Obergeschoss zog eine Wand ein um Platz für den Beratungs- und Förderraum zu bekommen. Tische, Regale und Schränke wurden natürlich selbst gebaut. Sowie in der Bücherei. Hier hat Hausi nicht nur die Bücherregale geschreinert, sondern die Sitzbank erst vor kurzem wieder neu bezogen. Dies sind nur einige wenige Beispiele für die vielen Handwerksarbeiten, die er in und an der Schule verrichtete.


Aber vor allen Dingen werden ihm die Kinder fehlen. Es gibt zahlreiche Erlebnisse mit den Schülern, die ihm noch lange in Erinnerung verbleiben. Wie beispielsweise von dem Tag, als er mit einem Megaphon auf dem Schulhof stand. „Was machst du damit?“, wurde Hausi von einem kleinen Jungen gefragt. Dies sei ein Lautsprecher, damit könne man ganz laut sprechen, erklärte er dem Kind. „Dann kannst du das ja in die Kirche mitnehmen“, bemerkte der Schüler. Auf die Nachfrage „Warum?“, kam eine kurze Antwort „Laaaangweilig“.
Zum Abschluss ihrer Schulzeit an der Michaelschule hatten die vierten Klassen ihm, zum Dank für seine Hilfe, selbstgebastelte Karten geschenkt. Diese hat Günter Mecking als Erinnerung an seine Hausmeisterzeit an der Schule gesammelt und wird sie bei sich zu Hause verwahren.


Ebenso gehören die Schulfeste, Karnevalsfeiern und Zirkusprojekte sowie der „Trommelzauber“ zu den besonderen, unvergesslichen Ereignissen.
Zukünftig wird Günter Mecking erstmal die Ruhe genießen, und dann vielleicht kleinere Handwerkstätigkeiten verrichten. Denn „ohne Arbeit geht es nicht“ sagte er uns. Aber auch Fahrradtouren gemeinsam mit seiner Frau stehen in der nächsten Zeit vermehrt auf dem Programm. Mit dem neuen E-Bike, mit dem er bereits 2000 km gefahren ist, möchte Günter Mecking Deutschlands Flusslandschaften erkunden. Die nächste Tour führt ihn zur Weser.
Am 17. November wird Hausi von der Michaelschule offiziell verabschiedet.

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