Auszeichnung für hervorragende Leistungen

180806 Auszeichnung Heinrich Schemmer LOGOJurymitglieder des Vereins zur Förderung der Landwirtschaft im Kreis Borken besuchen Preisträger
06.08.2018 Kreis Borken (pd). Zum vierten Mal hat der Verein zur Förderung der Landwirtschaft hervorragende Leistungen in der Landwirtschaft, im sozialen Engagement, in der Vermarktung und in der Lebensleistung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet.
Die Jurymitglieder des Vereins zur Förderung der Landwirtschaft im Kreis Borken haben die Preisträger an ihren Wirkungsstätten besucht.

Heinrich Schemmer aus Reken-Hülsten hat sich schon früh für die Landwirtschaft und für die Natur interessiert. Dies begann in den 80er Jahren mit dem Feuchtwiesenschutz, setzte sich mit der Aktivität im Vorstand der Biologischen Station und der Mitgliedschaft im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde fort. Immer hat er versucht eine Verbindung zwischen Naturschutz und Landwirtschaft herbeizuführen. Der Verein zur Förderung der Landwirtschaft hat dieses Engagement auch mit einem persönlichen Besuch noch einmal untermauert. Es wurde eine Stieleiche nach dem Motto: „Einen Baum pflanzen, ist eine Tat der Zuversicht für die Erde“ gepflanzt.

180806 Heinrich SchemmerFoto „Rundreise Heinrich Schemmer (REKEN)“ (v. l.) Heinrich Emming, Dr. Peter Epkenhans, Bärbel und Hendrik Schemmer, Heinrich und Elisabeth Schemmer, Jürgen Büngeler, Ludger Schulze Beiering, Regina Schulze Icking, Jörg Sümpelmann, im Vordergrund Leni Schemmer (Tochter von Bärbel und Hendrik Schemmer)

Weitere Preisträger aus Borken, Bocholt, Stadtlohn und Gronau-Epe

Kristin Beckmann aus Borken bewirtschaftet einen ca. 41 Hektar großen landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Schwerpunkt Ferkelproduktion. Sie gehört mit ihrer Spitzenleistung von fast 32 Ferkeln pro Sau zu den Top-Betrieben im Kreis Borken. Gemeinsam mit ihrer Mutter hat sie den Betrieb weiterentwickelt und zu einem interessanten Handelspartner für Mastbetriebe ausgebaut. Im direkten Kontakt zwischen den Mastbetrieben und dem Ferkelerzeugerbetrieb werden die Zielrichtungen abgestimmt und diskutiert. „Nebenbei“ hat sie in den Jahren 2014 bis 2016 die Fachschule für Agrarwirtschaft in Borken besucht. Hier hat sie über die Eignung unterschiedlicher Aufzuchtmöglichkeiten für Ferkel gearbeitet. Mit einer Note von 1,64 hat sie eine äußerst gute Arbeit geschrieben, die Anerkennung im Berufsstand gefunden und häufig hierüber auch schon einen Vortrag gehalten. Gleichlautende Fragestellungen ihrer Arbeit hat bereits die Fachschule in Osnabrück untersucht. Es war daher nur folgerichtig, sie für diese hervorragende Arbeit anzuerkennen und ihre Leistung zu würdigen. Schließlich dient ihrer Arbeit auch der Verbesserung und Erhaltung des Tierwohls im Schweinestall.

Mit Lebensmitteln in einem Restaurant kochen, die sonst im Müll landen? Ein feines Menü statt Mülltonne? Die Wertschätzung von Lebensmitteln hat das Ehepaar Katharina und Jörg Schaffeld von dem Restaurant Landhaus Grüneklee in Borken schon immer beschäftigt. Man will auf die Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam machen. 18,4 Millionen Tonnen Lebensmittel werden pro Jahr in Deutschland entsorgt, das heißt, 225 Kilogramm pro Person und Jahr werden aussortiert, etwa 110 Kilogramm hiervon landen tatsächlich in der Mülltonne. Garnelen, die eine gewisse Mindestgröße nicht erreichen, Paprikaschoten, die etwas kleiner geraten sind oder Fleisch, das vom Großhändler aus unterschiedlichen Gründen nicht verkauft werden konnte: All diese Produkte landen schon weit vor den Türen der Gastronomen in den Müllcontainer. Im Oktober des letzten Jahres hat das Ehepaar 30 Gäste mit einem hochwertigen „Resteessen“ bekocht. Für diese Aktion hat man lediglich den Selbstkostenpreis von 25 Euro berechnet, obwohl normalerweise ein solches Menü 60 Euro kosten würde. In diesem Jahr beabsichtigt das Ehepaar am 19.10.2018 wieder eine solche Aktion zu starten und hofft auf eine positive Resonanz. Angesichts der nicht zu verantwortbaren Verschwendung von Lebensmitteln kann man dem Ehepaar nur viel Erfolg wünschen. Die Sensibilität von uns allen muss besser werden. Der Jury ist dies eine hohe Anerkennung wert gewesen. Dies hat man mit dem persönlichen Besuch noch einmal zum Ausdruck gebracht.

Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit, das ist heute die Anforderung für jede Branche. Dirk Nienhaus aus Bocholt ist bekannt über das „Bocholter Landschwein“. Auf Facebook, Instagram und YouTube zeigt der 40-jährige Einblicke in seine Arbeit auf dem Hof. Zusammen mit seinen Auszubildenden dreht er regelmäßig Videos und lädt sie in den sozialen Netzwerken hoch. Auch brisante Themen werden nach dem Motto „Zeigen, was man macht“ aufgegriffen. Auf seinem Betrieb hält Herr Nienhaus in Bocholt ca. 250 Sauen.

Die Landfrauenverbände Stadtlohn und Gronau-Epe haben eine Landfrauen-Smartphone-App installiert, um ihre Mitglieder und andere Interessierte tagesaktuelle Informationen zu bieten. Diese kann jeder auf seinem Handy oder Tablet laden und so zwischendurch immer mal wieder schauen, wann und wo welcher Termin stattfindet. Hierdurch ist es beiden Vereinen gelungen, junge Frauen auch außerhalb der Landwirtschaft an den Landfrauenverband zu binden und einen verbindlichen Austausch zwischen den Mitgliedern herbeizuführen.

Der Besuch der Jury auf den landwirtschaftlichen Betrieben und bei den Landfrauen hat noch einmal gezeigt, dass in diesem Jahr sehr interessante Preisträger dabei sind. Im Jahre 2019/20 wird der Preis erneut für herausragende Leistungen in der Aus- und Weiterbildung, für soziales und familiäres Engagement sowie für innovative Leistungen in der Vermarktung ausgeschrieben.

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