Spar- und Darlehnskasse Reken gut aufgestellt

PR-Artikel
Vorstände blicken auf herausforderndes Geschäftsjahr 2017 zurück / Kreditgeschäft und Einlagen deutlich im Plus / Gespräche zur Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Volksbank Lembeck-Rhade sollen in 2018 mit dem Beschluss zur Fusion zum Abschluss kommen / 2018 ist Raiffeisenjahr

 24.01.2018 Reken (pd). 2017 war ein herausforderndes Geschäftsjahr für die Spar- und Darlehnskasse Reken. Die Kombination aus Niedrigzins, wachsender Bürokratie und überzogener Regulatorik stellte die heimische Kreditgenossenschaft vor besondere Aufgaben bei der Erfüllung ihres Förderauftrages. „Dabei hat sich die Genossenschaftliche Beratung bewährt. Engagierte und kompetente Mitarbeiter, Nähe zu den Mitgliedern und kaufmännische Verantwortung waren Grundlagen unseres Erfolges.“ Dieses Fazit zogen die beiden Bankvorstände Christian Nordendorf und Marc Trzcinski, als sie am vergangenen Mittwoch  im gemeinsamen Gespräch mit "Reken-erleben.de" auf das Geschäftsjahr 2017 zurückblickten.

Die konsequente Umsetzung der Genossenschaftlichen Beratung habe 2017 insgesamt für die Spadaka Reken zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr werden lassen, bilanzierten die beiden Vorstände. So ist das Gesamtkundenvolumen nach den vorliegenden Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 512,7 Millionen Euro gestiegen. Diese Zahl gibt zum einen wieder, wie hoch das Vermögen ist, das die Menschen in der Region ihrem Genossenschaftsinstitut anvertrauen. Sie addiert zudem die Investitionsmittel hinzu, die der heimische Mittelstand und die Häuslebauer, aber auch die Verbraucher für Konsumanschaffungen in Anspruch genommen haben. Die Bilanzsumme der Spadaka Reken stieg ebenfalls deutlich: um 9,5 Prozent auf 252,7 Millionen Euro.

 

Deutliche Zuwächse
Deutlich zugenommen hat auch das Kreditgeschäft. Hier waren zum Stichtag 31. Dezember 2017 an Mitglieder und Kunden 189,8 Millionen Euro ausgeliehen. Das sind über zwölf Millionen Euro mehr bereitge-stellte Investitionsmittel für die heimische Wirtschaft sowie für Mitglieder und Kunden als noch 2016. Zusammen mit den in die genossenschaftliche Finanzgruppe vermittelten Finanzierungen beträgt das Gesamtkreditvolumen 266 Millionen Euro. „All diese Mittel leisten einen Beitrag zur Fort- und Weiterentwicklung unserer heimischen Wirtschaft. Damit erfüllen wir unseren Förderauftrag so, wie unsere Mitglieder es wünschen: nachhaltig und erfolgreich“, stellte Christian Nordendorf heraus.
Die Mittel, die die Genossenschaftsbanken ausleihen, kommen aus der Region. „Mit ihren Einlagen bei der Spar- und Darlehnskasse Reken leisten unsere Kunden ihren Beitrag für die Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“, betonte Marc Trzcinski. So funktioniere der regionale Geldkreislauf. Im vergangenen Jahr betrugen die Einlagen rund 164,5 Millionen Euro, über zehn Millionen Euro mehr als 2016. Marc Trzcinski: „Es macht uns stolz, dass die Menschen ihrer Spadaka Reken ihr Geld anvertrauen.“

Mehr Mitglieder
Konsequenz der wichtigen Rolle der Spadaka Reken für das Geschäftsgebiet ist die weitere Zunahme der Zahl an Mitgliedern. 137 Teilhaber wurden im vergangenen Jahr hinzugewonnen, auf 5.248 Mitglieder stieg ihre Gesamtzahl zur Jahreswende. „Jedes Mitglied unserer Genossenschaft ist ein Bürger unseres Geschäftsgebietes, der mit seiner Mitgliedschaft deutlich macht, dass er aktiv Verantwortung für unsere Region übernehmen möchte. Ganz im Sinne der genossenschaftlichen Selbsthilfe und Solidarität“, so Marc Trzcinski.
Stichwort Niedrigzins: Die beiden Bankvorstände sehen durch die anhaltende Niedrigzinsphase einerseits für Sparerinnen und Sparer erhebliche Nachteile. Da es heute auf Tagesgeldkonten höchstens noch einen minimalen Zins gebe, müssten – um Altersarmut zu vermeiden – die Sparquoten deutlich erhöht werden. Das aber könnten sich Menschen mit niedrigen Einkommen kaum leisten. Deren Finanzvermögenbeschränke sich meist auf sichere, aber niedrig verzinste Anlageklassen.
Belastend sei der anhaltende Niedrigzins andererseits aber auch für die Kreditgenossenschaften. „Wie alle kleinen und mittelgroßen Kreditinstitute in Deutschland erwarten auch wir infolge des anhaltenden Niedrigzinses in den kommenden Jahren einen deutlichen Rückgang unseres Jahresüberschusses“, schilderte Christian Nordendorf die Situation. Trotzdem geht er davon aus, dass nach Steuern in Höhe von rund 700.000 Euro ein Bilanzgewinn von rund 728.000 Euro ausgewiesen werden wird. Aus diesem Jahresüberschuss werde vorbehaltlich der Zustimmung durch die Anteilseigner wie im Vorjahr eine Dividende von 7,5 Prozent gezahlt.

Tiefe Verwurzelung in der Region
Dieses positive Ergebnis sei dem Kostenbewusstsein, dem besonderen Engagement der 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der tiefen Verwurzelung in der Region zu verdanken. „Wir haben hart gearbeitet und verantwortungsvoll gewirtschaftet“, so Marc Trzcinski. Davon profitiert auch die ganze Region durch die Ausschüttung von Erträgen aus dem Gewinnsparen für gemeinnützige Aufgaben sowie durch Zuwendungen in die Reken-Stiftung.
„Wir wollen unseren Förderauftrag erfüllen und attraktive sowie moderne Arbeitsplätze sichern“, betonten die beiden Bankvorstände weiter. „Dabei stehen wir für unsere Mitglieder in der Verantwortung, zu prüfen, ob wir richtig aufgestellt sind.“ Um den anstehenden Herausforderungen und Kostentreibern bei der Digitalisierung, dem verändertem Kundenverhalten bei der Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen sowie bei der Regulatorik zu begegnen, plant die Spar- und Darlehnskasse Reken den Zusammenschluss mit der benachbarten Volksbank Lembeck-Rhade.
„Wir haben das Ziel, mit diesem Zusammenschluss die genossenschaftlichen Perspektiven vor Ort langfristig zu sichern. Damit meinen wir in erster Linie den Erhalt unserer Finanzdienstleistungen in Reken, Lembeck und Rhade und damit die Erfüllung unseres gesetzlichen Förderauftrags. Hinzu kommen die Sicherung der Arbeitsplätze und die berufliche Weiterentwicklung der Beschäftigten“, verdeutlichte Nordendorf. Die Entscheidung zur Fusion fällt auf den jeweiligen Vertreter- bzw. Generalversammlungen der beiden Banken, die Ende April stattfinden.

Raiffeisenjahr 2018
Insgesamt blickt die Spadaka Reken mit Zuversicht nach vorne. 2018 ist „Raiffeisenjahr“: Der Mitbegründer der genossenschaftlichen Idee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, wäre am 30. März 2018 200 Jahre alt geworden. Unter dem Motto „Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ soll das Jubiläum die Genossenschaftsidee weithin ins öffentliche Bewusstsein rücken. „Das ist für uns alle Motivation, um uns auch in diesem Jahr wieder für unsere Mitglieder zu engagieren. Im Raiffeisenjahr wollen wir unser 85-jähriges Jubiläum mit einem Kassenfest am 13. Juli 2018 mit allen Mitgliedern und Kunden feiern“, so die beiden Bankvorstände.

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.