Buchtipp: Der Umweg

Marco Büning empfiehlt heute: "Der Umweg" von Gerbrand Bakker.
Taschenbuchformat erschienen bei Suhrkamp. Der Inhalt:
"Der Umweg" zeigt eine Frau, die in auswegloser Situation Stärke zeigt und beschlossen hat, auf Umwege zu verzichten. Sacht und selbstverständlich geht der Roman unter die Haut. Die Töne, die er anschlägt, hallen lange nach. Wieder einmal faszinierte mich ein Roman von Gebrand Bakker.



Bakker, einer meiner absoluten Lieblingsautoren, beschreibt in diesem wundervollen Roman den Weg einer todkranken Frau zu sich selbst. Eine Geschichte ohne jegliche Effekthascherei. Ganz typisch für den Niederländer, benutzt er eine einfache Sprache, aber diese eben mit einer wahnsinnigen Tiefenschärfe und Wärme, dass ich schon nach wenigen Seiten ganz in dieser Geschichte gefangen war.
Die Protagonistin flüchtet aus Amsterdam und zieht sich zum Sterben in ein einsames Farmhaus mitten in Wales zurück. Schon bald erhält sie Besuch eines lebensfrohen von Fernweh getriebenen jungen Mannes.
Während dessen machen sich ihr Ehemann und ein schwuler Polizist auf die Suche nach ihr.
In diesem Roman finden nicht nur die Protagonistin, sondern eben auch die anderen Darsteller über Umwege zu sich selbst.
Gerbrand Bakker hält sich auch hier wieder kurz. Knapp 200 Seiten reichen ihm, um die Geschichte zu erzählen und einen großen Eindruck zu hinterlassen.

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