20.5.2015 Reken (geg). Mit einer enthusiastischen Rede bewarb sich Manuel Deitert, der Kämmerer der Gemeinde Reken um die Bürgermeisterkandidatur der CDU. Von 83 anwesenden Parteimitgliedern jeglichen Alters erhielt er am Ende 82 Stimmen und standing ovations.


Eine Überraschung war die Wahl allerdings nicht. Hinter vorgehaltener Hand wurde er im Ort schon länger als Kandidat für die Nachfolge des amtierenden Bürgermeisters Heiner Seiers "gehandelt".


In einem spritzigen und gleichermaßen informativen Vortrag, erläuterte der nun gewählte 36- jährige Bürgermeisterkandidat warum er der richtige Mann für das Amt ist.
Vor seiner Entscheidung habe er sich mit Andres Grotendorst, dem Bürgermeister der Gemeinde Raesfeld unterhalten, der vor seiner Wahl in einer vergleichbaren Situation gewesen sei. Auch dieser habe damals zwei Kinder gehabt. „Heute hat er vier, ob ich das auch schaffe kann ich nicht versprechen, aber ich werde im Falle meiner Wahl daran arbeiten, das verspreche ich", witzelte er gleich zu Beginn seines 30minütigen Vortrages
„Wir fühlen uns pudelwohl in Reken", sagte er und verdeutlichte was er damit meinte. Zwischen Legden und Rosendahl aufgewachsen sei er im Münsterland verwurzelt, er war mal Messdiener, bei der Landjugend, im Sportverein und lange als Kassierer im Vorstand eines Schützenvereins.
Während seiner Berufserfahrung habe er mit drei Bürgermeistern gearbeitet, aber:" Heiner Seier ist der Beste mit dem ich zu tun hatte, " lobte er. „Wir fühlen uns pudelwohl im schönen Reken", sagte Deitert in der CDU-Versammlung am Mittwoch. Und er lobte: „Heiner Seier ist der absolut beste Bürgermeister, mit dem ich zu tun hatte." Die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung die müsse auch weiterhin so gut funktionieren.
In den Mittelpunkt seiner Arbeit möchte er grundsätzlich den Weg weitergehen, den Seier in den letzten 20 Jahren gegangen ist. "Aber ich habe natürlich auch meine Schwerpunkte", sagte er.
Er möchte die Familien in den Fokus seiner Arbeit stellen. Er habe zwei kleine Kinder und sei damit am Nabel des Geschehens. Ziele wären unter anderem die Erweiterung der U3 Betreuung und der OGS, die Förderung der Sekundarschule und des Gymnasiums. „Das wird Geld kosten, aber Geld das gut angelegt ist", so Deitert. Die Rekener könnten stolz sein, bei der Größe des Ortes ein zu haben.
Er möchte unter anderem Schule und Vereine verknüpfen und das Freizeitgelände weiter entwickeln.
Der Verkauf von preisgünstigen Grundstücken an Bauwillige sei beispielhaft und solle beibehalten werden, genauso wie das Altenteilmodell. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Arbeitsplatzbeschaffung im Ort, deswegen solle bei der Vergabe von Gewerbeflächen penibel vorgegangen.
Auch die Landwirtschaft liegt dem Bürgermeisterkandidaten am Herzen. Landwirtschaft und Naturschutz müssten gleichberechtigt nebeneinander herlaufen. Er freue sich auf den Lückenschluss der B 67, denn die Verwirklichung der Planung sei in Sicht: „Auch wenn hier einige im Saal grinsen", bemerkte Deitert.
Vereine, Nachbarschaften und Ehrenamt haben eine große Bedeutung im Dorf. Deitert betonte „Ich bin totkonservervativ wenn es darum geht Bewährtes zu bewahren und deswegen passe ich nach Reken". Es gehe nicht darum es allen Recht, sondern für alle Gerecht zu machen, so der Bürgermeisterkandidat.
Eine Herzensangelegenheit sei ihm auch einen Lebensmittelmarkt nach Klein Reken zu holen. „Das wird uns wohl Geld kosten", vermutete der Wahlrekener.
Das Kulturprogramm, das ganz bunt sei und für Jung und Alt geeignet weiterhin zu fördern, genauso wie die Stärkung der Marke „Hohe Mark".
Die Finanzpolitik sei immer sein Steckenpferd gewesen. „Gemeinden die kränkeln haben kein Einnahme, sondern ein Ausgabenproblem". Er habe drei Grundsätze die ihm wichtig wären: Nur ausgeben, was man eingenommen habe. Das Geld so verwalten, als ob es das eigene wäre. Und die Null müsse stehen bleiben was soviel heißt wie: Nie ins Minus gehen.
„Unsere Finanzpolitik ist die beste Familienförderung", sagte der Bürgermeisterkandidat der CDU Manuel Deitert abschließend und nach der Wahl: "Das tolle Ergebnis verpflichtet mich noch eine Schüppe extra drauf zu legen". Jeden Ortsteil möchte er besuchen und werde am Wochenende in Hülsten damit anfangen "Da ist ja Schützenfest", erklärte er augenzwinkerndl.

Ausführlicher Bericht folgt

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