27.5.2015 Reken (geg). „Nicht behindert zu sein, ist kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das uns zu jeder Zeit genommen werden kann". Das sagte einmal Richard von Weizsäcker, ehemaliger Bundespräsident. Diese Worte hat sich der CBF Reken in seiner Arbeit zu Eigen gemacht.


Seit nunmehr 30 Jahren gibt es den Club Behinderter und ihrer Freunde e.V. mit seinen 60 Mitgliedern in Reken. Im März 1985 wurde er von Hilde Eversmann und 30 Mitstreitern gegründet. Schon nach der Gründung hatte der Verein 50 Mitglieder. Gerda Marie Möller übernahm das Amt der Vorsitzenden am 25.9.1993 nach dem Tod von Hilde Eversmann.


Die zahlreichen Veranstaltungen des Vereins stehen unter dem Leitmotiv behinderte und nichtbehinderte Menschen aus Reken und Umgebung zu gemeinsamen geselligen Veranstaltungen zusammen zu bringen und den freundschaftlichen Umgang miteinander zu pflegen. Und das passiert heute noch genauso wie vor 30 Jahren.
Aber nicht nur gesellige Momente wurden erlebt, sondern auch traurige Ereignisse gemeinsam durchgestanden. All das hat die Gruppe im Laufe der Jahre zusammengeschweißt.
Die Aktivitäten füllen ein dickes Buch im DINA 4 Format, welches von Felizitas Trouw liebevoll zusammengestellt wurde und die Lebendigkeit des Vereines dokumentiert.
Gerda- Marie Möller hatte sich mit Beginn ihres Vorsitzes vorgenommen "Wir wollen alle etwas zusammen machen" den behinderten Clubmitgliedern versprach sie scherzhaft: „Ich schone Euch nicht", will heißen: Auch die behinderten Menschen werden aktiv in Unternehmungen eingebunden. Und das wird auch heute noch so gelebt, wie der Verantsaltungskalender zeigt. .
Die ehemalige Lehrerin weiß auch aus eigener Erfahrung mit Krankheiten, wie schwierig das Leben in einem Rollstuhl ist. Nur mit einem Unterschied zu vielen behinderten Menschen. Sie könne sich ihr Umfeld selber aussuchen. Sie habe festgestellt: „Sie werden bei einem Konzert nicht dahin geschoben wo Sie hin möchten, sondern dahin wo es passt". Und gehandicapte Menschen bekämen auch nicht den Kuchen, den sie in dem Moment mögen, sondern den der unkompliziert zu reichen, beziehungsweise zu füttern ist. Dieses Wissen und diese Erfahrungen treiben sie an in ihrem Bemühen, das Leben von behinderten Menschen gemeinsam mit dem Verein ein wenig lebenswerter zu machen. „Mein Herz hängt daran". sagt sie. Am 1.Mai 2006 erhielt Gerda. Marie Möller für ihr soziales Engagement in vielen Bereichen das Verdienstkreuz am Bande.
Am Sonntag wird das 30jährge Bestehen im RekenForum fröhlich gefeiert. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Heiner Seier. Ein Rückblick auf die vergangenen Jahre, Musik und Tanz versprechen einen unterhaltsamen Nachmittag.

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