7.8.2015 Klein Reken (geg). Es ist Freitagnachmittag 15 Uhr. Eine friedliche Ruhe herrscht noch am Gelände rund um den Gevelsberg. Beschilderungen und Straßensperren weisen den Teilnehmern des fünften 24 Stunden Lauf den Weg.


Rund um den Startplatz werden letzte Vorbereitungen getroffen. Pavillions gerichtet, Zettel gelocht, die Technik überprüft, die Kuchentheke mit Kaffee aufgebaut und der Erfrischungsstand für die Läufer gerichtet. Mit dabei auch in diesem Jahr wieder das Monatsmagazin „Lokallust" aus Dorsten. Das Unternehmen unterstützt seit Anbeginn die Veranstaltung. „Wir sorgen in jedem Jahr für 25 Prozent der Spenden", berichtet Redaktionsmitglied Christian Sklenak.















Gegen halb vier wird es langsam unruhig die ersten Läufer treffen ein. Um zwanzig Minuten vor vier auch Olaf Thon. Warum er mitläuft? "Weil ich gern die gute Sache unterstütze". Dass er unzählige Male angesprochen wird, um sich mit seinen Fans fotografieren zu lassen, stört ihn dabei nicht. Geduldig posiert er hier und da und lächelt in Handys und Kameras.
Ihm sei wichtig, dabei zu helfen die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes zu unterstützen und auch im Vorfeld schon Leute zum Mitlaufen zu motivieren. Die Strecke um den Gevelsberg laufe er gern, es sei eine besondere Runde mit viel Höhen und Tiefen. „Fünf Runden habe ich mir vorgenommen", erzählt Olaf Thon.


Eine weitere Prominenz beim 24 Stunden Lauf war zum wiederholten Mal auch Regina Peters, von vielen auch liebevoll Fräulein Peters genannt. Die 81-jährige Grand Dame lief auch in diesem Jahr ihre Runde, sogar eine zweite schaffte sie mit ihrem Rollator und in Begleitung von Rainer Kauczor.
Zum Lauf "Gewehr bei Fuß" stehen in jedem Jahr rund um die Uhr unzählige gut gelaunte, ehrenamtliche Helfer, ohne die das Event in der Form gar nicht stattfinden könnte. Die vielen Helfer absolvieren auf diese Art ebenfalls einen Lauf und leisten damit einen wichtigen Anteil zur Spendenaktion. 


















Die Bröker-Jungs waren ebenfalls mit ihren Familien dabei. Gemeinsam starteten sie um 16 Uhr und auch die letzte Runde absolvierten sie gemeinsam. Die Kinder in der 50 Personen starke Truppe konnten so viel und so oft laufen wie sie schafften, die Erwachsenen liefen jeweils zu zweit in Staffeln. Familiäre Bande machten den Schulleiter der Elleringschule Jochen Heinen für diesen Tag auch zum Bröker Jungen. Mitgebracht hatte er auch seine Trommeltruppe. Die AG der Grundschule sorgte zum Start für temperamentvolle Rythmen und Begeisterung in der Menge.




















Starteten die zahlreichen Läufer (so viel wie nie zu Beginn hörte man) bei perfektem Läuferwetter, so pladderte es am Abend doch ganz ordentlich. Und trotzdem ließen sich die Leute aus ganz Deutschland, sowie aus den Niederlanden und Österreich nicht davon abhalten, ihre Runde um den Gevelsberg zu drehen. Insgesamt 1.469 Läufer Jung und Alt, mit Kind, Hund und „Kegel", mit und ohne Stöcke, mit Kinderwagen, mit Rollstühlen oder Wanderstock brachten es auf die neue Bestmarke von 8.311 Runden oder die sensationelle Strecke von 19.946 Kilometern. Die beste Leistung eines Einzelläufers lieferte dabei Toni Jug aus Stadtlohn ab. Er kreiste unglaubliche 67-mal um den Gevelsberg und legte dabei 100 Meilen oder exakt 160,8 Kilometer zurück.


















Wenn man in angenehmer Atmosphäre auch noch für einen guten Zweck unterwegs sein kann und jede Runde von Sponsoren honoriert wird, ist der Kick umso größer", so die mit einer bunt gewürfelten Nordic Walking-Frauentruppe aus Marl angereiste Myriam Bergner.
Das Resümee von Rainer Kauczor: „Unglaublich, wie viele Menschen unsere Benefizaktion inzwischen aktiv unterstützen. Knapp 100.000 Euro sind von 2011 bis 2014 bislang für die ambulanten Kinderhospizdienste Emscher-Lippe und Kreis Recklinghausen zusammen gekommen. Mit der heutigen fünften Auflage, die alle Rekorde gesprengt hat und an der so viele Hobbysportler wie noch nie teilgenommen haben, werden wir diese Schallmauer locker durchbrechen. Mein Dank gilt allen Läuferinnen und Läufern aus nah und fern, den Sportfreunden Klein Reken, der Gemeinde, den großzügigen Unterstützern und den vielen freiwilligen Helfern."

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