29.9.2015 Groß Reken (geg). Mit dem FC Schalke 04 hat er im berühmten Camp Nou des FC Barcelona gespielt, ist in insgesamt elf Jahren bei den Königsblauen viermal Vizemeister geworden und hat zweimal den DFB-Pokal gewonnen. Gerald Asamoah. Am Montagnachmittag war er im Rekener Cafe Spritzenhaus und gab Autogramme.

Der Stürmer, der sowohl auf den Außenbahnen als auch im Sturmzentrum zum Einsatz kam, absolvierte in seiner Karriere 323 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 50 Tore. Seine letzte Station als Aktiver war die zweite Mannschaft des FC Schalke 04, in der er am 23. Mai 2015 seine aktive Fußballerkarriere beendete.

Mit dabei war auch "Trompeten Willi" der im Cafe Spritzenhaus wie auf Schalke, bevor es losging zur Attacke blies. Für die Nichtfussballer: Seit 1981 bläst Wilhelm Plenker bei den Königsblauen zur Attacke. Wie der inzwischen verstorbene Trommler „Catweazle" gehörte „Trompeten-Willy" ab den für Schalke eher bitteren 1980er Jahren zum Inventar des Parkstadions. Als sein Instrument nach ungezählten Attacken irgendwann den Geist aufgab und Plenkers kein Geld für ein neues hatte, zahlte Manager Rudi Assauer die 300 Deutsche Mark für ein neues Musikinstrument.
Die Fans aus Reken und dem Ruhrgebiet mussten einen langen Atem haben. Denn es hieß, wer zuerst kommt malt zuerst und die die zuletzt kamen mussten lange warten, bis sie an der Rehe waren. Die Schlange war lang. Asamoah nahms gelassen.





















Mit freundlichem Lächeln und liebevoll schrieb er. Unermüdlich. Auf Karten, auf T-Shirts, auf Hüllen von Smartphones oder auf Trikots. Auch für Erinnerungsfotos stand er zur Verfügung, er schenkte jedem ein strahlendes Lächeln und er wurde manchmal auch überrascht. Heinrich Selting zum Beispiel hatte ein Foto dabei, welches um das Jahr 2000 entstanden sein müsste. „Da sind wir noch mit dem Ball unterm Arm rausgelaufen", staunte Gerald Asamoah und unterschrieb natürlich gern darauf.




















Eine Großmutter hatte für ihren Enkel ein Fotobuch erstellt, in dem bereits ein Foto von Gerald Asamoah, der bei der Kreisauswahl mal ein Training leitete vorhanden war, auch hier unterschrieb er natürlich gern.
Noch mehr staunte der Fussballstar allerdings als „Wolli" ihm für die Gerald Asamoah Stiftung eine Scheck über 1.904 Euro überreichte. Das Geld stammt aus einem Teil des Trinkgeldes der Eisdielenbelegschaft und des Eiswagens, den diese für diesen Zweck in die Spendendose packten.





















Die Gerald Asamoah Stiftung hilft herzkranken Kindern auf ganz unterschiedliche Weise. Im Moment wird versucht für ein eineinhalbjähriges Mädchen aus Kambodscha, die fast 30.000 Euro zusammenzubekommen, die die Eltern benötigen, um dem Kind die lebensrettende Operation zukommen zu lassen.
Wer sich für die Stiftung interessiert und vielleicht auch helfen möchte findet Informationen auf der Internetseite: http://www.gerald-asamoah-stiftung.de/
Am Abend stellte Gerald Asamoah im RekenForum den Fans sein Buch vor. „Ich möchte erzählen von meiner Kindheit in Ghana, meiner Karriere als Fußballer, von den Anfeindungen, denen ich ausgesetzt war, nur weil ich schwarz bin, von meiner Krankheit und meinem Glauben an Gott. Ich denke, dass ich etwas weitergeben kann – in der Hoffnung, dass man versteht, dass Dinge, die passieren, nie umsonst sind und im Zweifelsfall einfach weggelacht werden können. Denn ohne ein Lachen wäre mein Leben nicht denkbar.", so der Schalke-Liebling.



Im Spritzenhaus saß während der Autogrammstunde der 12jährige Marlon aus Unkelbach an der Seite des Profifussballers und das hatte seinen Grund. Marlon hat ebenfalls wie Asamoah, aufgrund seiner Hautfarbe Anfeindungen erleben müssen. Im Bus zur Schule wurde er mehrfach verprügelt, ohne dass jemand eingeschritten ist, berichtete die Mutter. Neben Gerald Asamoah zu sitzen, das genoss er an diesem Tag ganz besonders, denn dass der Star dieses Schicksal mit ihm teilt, ist ein Lichtblick für den Jungen.

Die Fotos:
http://reken-erleben.de/index.php/bilder/autogrammstunde-mit-asamoah-fotos-gaby-eggert

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