21.10.2015 Reken. Ein Beitrag von Hans Kuhrmann: In Europa herrschen Ohnmacht und Ratlosigkeit wegen der angeblich so über-raschenden „Flüchtlings-Wellen" aus aller Welt. Seit ein paar Wochen werden wir in unserer Bundesrepublik hautnah konfrontiert mit Tod, Flucht und Vertreibung.


Seit Wochen konnte man allerdings in kritischen Medien „Ursachen und Wirkung" zu dieser Flüchtlingswelle nachlesen. Da sich die Lage in Afghanistan Irak, Syrien und auch Libyen eventuell noch weiter verschlechtern wird, möchte ich mit diesem Leserbrief einfach mal auszugsweise darauf eingehen, um keinen Zweifel am Verursacher von Tod, Leid und familiären Katastrophen dieser Flüchtlinge aufkommen zu lassen.
Libyen war stabil, bis der Westen unter Führung der USA mit dem Sturz von Ghaddafi das Land ins Chaos stürzte. Der Irak war stabil, bis George W. Bush ihn zum Reich des Bösen erklärte. Anmerkung: Der ehemalige US-Präsident gehört vors Hager Kriegsgericht. Syrien war stabil, bis Obama Assad zum Massenmörder erklärte.
Das Leid der Flüchtlinge hat damit begonnen, als ihre eigene Heimat zum Spielball der geopolitischen Interessen wurde. Wir haben das Leid der Flüchtlinge erst richtig bei ihrem Grenzübertritt nach Deutschland wahrgenommen, zumal sie als Flüchtlinge in Zeltstädten oder Turnhallen in den deutschen Städten aufschlagen. Niemand flieht freiwillig – aus Bequemlichkeit, Faulheit oder angeborenem Schmarotzertum. Flucht ist immer eine Reaktion auf Gewalt.
Und die Verursacher sind die verantwortungslosen Politikern am Gängelband von Geheimdiensten, Wirtschaftslobbys, PR-Firmen und Militär-Apparaten Sie verbreiten moralische Botschaften. Ihr Handeln ist jedoch das Gegenteil. Solange die westliche Öffentlichkeit dies akzeptiert, werden die Flüchtlingsströme noch anschwellen.
Und was haben diese „gerechten Kriege gekostet?
Eine Studie der Harvard-Ökonomin Linda Bilmes bezeichnet die Kriege in Afghanistan und dem Irak als „die teuersten in der Geschichte der USA". Sie bezieht medizinische Folgekosten für die Versorgung von Kriegsveteranen mit ein und kommt für die Kriege in Afghanistan, dem Irak und Pakistan zusammen auf zwischen 4 bis 6 Billionen Dollar statt der von der US-Regierung angegeben 1,6 Billionen Dollar
Konkretes Beispiel Afghanistan: Der Westen hat Unsummen in Krieg und Entwicklung gesteckt ( 22 Milliarden – Quelle: Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) - Deutschland eingeschlossen. Das Ergebnis: Das Land ist am Ende und hat keine Zukunft. Ein halbes Jahr nach dem Abzug der meisten ausländischen Truppen vom Hindukusch geben immer mehr Afghanen die Hoffnung auf eine Zukunft im eigenen Land auf. In der afghanischen Hauptstadt Kabul stehen jeden Tag Hunderte, vor allem Männer - vor der Passbehörde Schlange.
Hans Kuhrmann, 48734 Reken

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