Von Gaby Eggert
22.11.2015 Maria Veen. 20 Jahre gibt es die Theatermäuse aus Maria Veen in der Kulturlandschaft Rekens schon. Zu ihrem Jubiläum erfüllte sich die Mäusemutter Karin Nagel einen Wunsch. Die Aufführung des Stückes von Rolf Zuckowski „Der kleine Tag" nämlich.

„Mit meinen 24 Theatermäusen hätte ich das aber nicht geschafft", sagte sie. So rief sie dazu auf, dass sich ehemalige Schauspieler/innen melden sollten, die noch einmal mit auf der Bühne stehen möchten. Mit Erfolg.
Es waren zehn junge Damen, denen es großen Spaß machte noch einmal auf den Maria Veener Theaterbrettern zu stehen.
Was ihnen das bedeutet hat? „Das habe ich mir immer mal wieder gewünscht", berichtet die 20jährige Saskia Zipprich, die im Grundschulalter sieben Jahre Mitglied des Ensembles war. „Zuerst war es ein komisches Gefühl aber dann ganz schnell auch wieder vertraut".
Den Text für ihre Rolle- eine ältere Dame- habe sie ganz schnell gelernt. Die Rekenerin, die gerade eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester absolviert berichtet, dass sie durch das Theaterspielen selbstbewusster geworden sei. Das bestätigte auch die 23jährige Carolin Seggewiß aus der Einrichtung Benediktushof. „Ich habe in der Gruppe und auf der Bühne viel gelernt", sagte sie. Zum Beispiel sich selbst zu vertrauen und auch sich ausdrücken zu können.
„Danke, dass wir dabei sein durften", sagten auch die restlichen acht Mitspielerinnen, die es nochmal auf die Bühne gezogen hat am Ende der zweiten Aufführung. "Früher war es der Traum eines jeden Mädchens Teil dieser wunderbaren Gruppe zu sein", hieß es. Und: "Wir wollen im Namen aller Theatermäuse DANKE sagen. Danke, dass Du uns das Theaterspielen näher gebracht hast und wir dadurch ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen konnten.
„Längst ist das Nachwuchs-Ensemble zu einem festen Begriff in allen Rekener Ortsteilen geworden und aus dem kulturellen Leben der Gemeinde nicht mehr wegzudenken", betonte die stellvertretende Bürgermeisterin Brita Weishaupt jetzt zum runden Geburtstag der zurzeit 24köpfigen Gruppe bei der Jubiläumsvorführung am Freitagabend im Saal des Hauses Maria Veen
Die Geschichte:
Der kleine Tag lebt wie alle Tage als lebendiges Lichtwesen im funkelnden Lichtreich. Alle Tage dürfen nur ein einziges Mal zur Erde reisen, bevor sie für immer ins Lichtreich zurückkehren müssen. Natürlich hoffen deshalb alle darauf, etwas ganz Besonderes erleben zu können, um so unvergesslich zu werden. Auch der kleine möchte ein ganz besonderer Tag werden und erlebt bei seinem Besuch auf der Erde so allerhand....


Begeistert erzählt er nach seiner Rückkehr ins Lichtreich den anderen Tagen von seinen Erlebnissen – und wird ausgelacht. Es gab doch nichts Besonderes!
Ein Jahr später jedoch geschieht etwas Unerwartetes: Als friedlichster Tag aller Zeiten wird der kleine Tag zum Feiertag!


Neben den kurzweiligen Dialogen und den mitreißenden Songs in einer herzerwärmenden Geschichte waren es vor allem die (wie immer) spielfreudigen Darsteller, die die Zuschauer an zwei Aufführungen begeisterten.
Die Botschaft des bekannten Musicals von Rolf Zuckowski ist klar: Jeder Mensch ist wichtig, so wie er oder sie nun einmal ist. Und oft sind es die kleinen und unscheinbaren Dinge, die wirklich zählen.


Die Botschaft des Musicals ist, wenn man die Arbeit von Karin Nagel kennt, auch ihre ganz eigene. Denn in ihren Musicals, egal ob in der OGS oder bei den Theatermäusen ist jeder wichtig, egal welche Rolle gespielt wird.
Karin Nagel bedankte sich bei allen Helfern, auch aus den Reihen der Elternschaft, die es ihr möglich machten, die jeweiligen Vorführungen einzustudieren. Zur festen Crew gehören seit 20 Jahren ihr Ehemann Klaus Nagel, der für die Technik verantwortlich ist und seit einiger Zeit die ehemaligen Theatermäuse Anne Grieger und Lisa Schlattmann, die helfen, die Stücke auf der Bühne mit den Kindern umzusetzen.

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