22.12.2015 Klein Reken (geg/pd). Ein Lieblingsprojekt von Erika Reichert nimmt langsam Gestalt. Schon seit Jahren ist es Ihr Wunsch das alte Bahnwärterhäuschen den „Posten 20" kulturell zu nutzen. Nun aber geschieht etwas ganz anderes. Genau gegenüber wird eine Haltestelle eingerichtet und Erika Reichert ist überglücklich darüber.

Klar dass sie für die Eröffnung am 11. September ein Programm auf die Beine stellt, was es in sich haben wird. Seit fast einem Jahr schon arbeitet sie an der Verwirklichung ihres Konzeptes.
Momentan erwacht das kleine Häuschen auf dem Bahndamm so langsam aus seinem Dornröschenschlaf. Mitarbeiter des Rekener Bauhofes haben das zugewucherte Gebäude und das angrenzende Umfeld in den letzten Tagen von allem Dickicht befreit, und in den kommenden Wochen werden sie auch noch die vorhandenen Plattierungen und Treppen auf Vordermann bringen. Um den „Posten 20" endgültig wieder zum Leben zu erwecken, muss das historische Kleinod aber natürlich noch saniert werden.


Auf Initiative der Klein Rekener Rektorin i.R. und Autorin hat Hellmut Himpe, Leiter der Akademie Bauhandwerk des Handwerkskammer-Bildungszentrums Münster, das alte Häuschen mittlerweile unter die Lupe genommen und seine Engagement zugesagt: „Ende März werde ich mit einigen unserer Meisterschüler vom Studiengang Bestandssanierung der FH Münster das Gebäude untersuchen und danach entsprechende Renovierungsvorschläge unterbreiten." „Für die weitere Ausführung habe ich die Zusage mehrerer Fachfirmen erhalten, die das Projekt sponsern wollen", teilt Erika Reichert mit und ergänzt: „Auch ein Winzer und eine Gärtnerei werden schon in absehbarer Zeit damit beginnen, den Bahndamm auf ihre Kosten mit Rosen und Weinstöcken zu bepflanzen."
Abgeschlossen sein muss die Sanierung des „Posten 20" bis spätestens zum 11. September 2016, wie Gottfried Uphoff betont: „An diesem Tag findet an dem alten Bahnwärterhäuschen im Rahmen des Eröffnungsjahres der Regionale eine Feier mit Volksfestcharakter sowie eine Kunst- und Kulturaktion der Gemeinde Reken statt, in die unter der Mithilfe von Erika Reichert viele Vereine, Musiker, Tänzer, Künstler und Institutionen aus Reken und Umgebung eingebunden werden sollen.
Ein weiteres touristisches Signal setzt die Arbeitsgruppe BahnLandLust zuvor am 1. Mai des kommenden Jahres mit der Eröffnung einer Fahrrad-Sinnesroute, die bis zu diesem Zeitpunkt auf bestehenden Wegen entlang der Bahnstrecke Coesfeld-Reken-Dorsten unter Einbeziehung aller Bahnhöfe ausgeschildert und eingerichtet sein wird."
Von Klein Reken aus per Bahn durch ganz Europa, vielleicht nach Rom oder nach Kopenhagen? Oder auch nur zur Arbeit in eine Stadt im Ruhrgebiet oder im Münsterland? Dieser Traum wird für die 2.455 Einwohner des Dorfes Wirklichkeit, wenn das gemeinsame BahnLandLust-Projekt der Kommunen Coesfeld, Dorsten und Reken im Zuge der Regionale 2016 realisiert wird und die Deutsche Bundesbahn 32 Millionen Euro in Modernisierungen und in die Infrastruktur der Schienenstrecke RB 45 Coesfeld-Reken-Dorsten investiert. „Im Jahr 2018 werden alle baulichen Maßnahmen auf unserem Gemeindegebiet umgesetzt, inklusive eines neuen dorfseitigen Haltepunktes am Mühlenweg in Klein Reken", teilt der 1. Beigeordnete Gottfried Uphoff mit.

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