19.2.2016 Groß Reken. In der Ratssitzung am Donnerstag gab es kontorverse Diskussionen zu der geilanten räumlichen Trennung der offenen Ganztagsschule von der Michaelschule. Die SPD teilt ihren Standpunkt im nachfolgenden Schreiben mit.

Die Vorlage der Verwaltung basiert auf der Mehrheitsentscheidung des Rates die Michaelschule räumlich von der offenen Ganztagsschule zu trennen. Diese Vorgehensweise hält die SPD für falsch. Die Entscheidung haben wir deswegen nicht mitgetragen.
Nach unserer Ansicht muss ein Konzept beinhalten, dass die Schulkinder der offenen Ganztagsschule NICHT vom Gebäude der Michaelschule zum Gebäude der Overbergschule laufen müssen. Auch die gemeinsame Nutzung von Lernmitteln, Unterrichtsmaterialien und Computern, sowie die unmittelbare Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Betreuungspersonal wird dann schwieriger. Mit etwas Vorlauf hätte es sicherlich gute Alternativvorschläge gegeben, z.B. wäre auch eine Verlagerung der Michaelgrundschule inkl. der OGS in das Gebäude der Overbergschule denkbar.
Schon jetzt haben wir Probleme mit dem Verkehr in der Overbergstraße. Dies wird sich durch die vorgeschlagene vielfältige Nutzung noch weiter verschärfen und sich auf die Kirchstraße ausdehnen.
Das Strategiekonzept liegt seit gestern Abend (Mittwoch)  18:00 Uhr vor. Es erstreckt sich über 41 Seiten, dazu kommen noch vier Anlagen über mehrere Seiten. Wir sehen uns nicht in der Lage die Unterlagen in dieser kurzen Zeit qualifiziert zu beurteilen. Die Gesamtkosten für die Umsetzung liegen zwischen 1,6 Mio. € und 3 Mio. €. Für eine Entscheidung über ein Projekt dieser Größenordnung fehlen uns vor allem zwei entscheidende Dinge:
1. Eine politische Diskussion im Vorfeld der Konzepterstellung (diese hat es zu dem gesamten Themenkomplex nicht gegeben)
2. Zeit zur Beurteilung des vorgelegten Konzeptes
Seit dem 15.12.2015, also seit über neun Wochen, hat die Verwaltung Kenntnis von der Möglichkeit der Förderung eines solchen Projektes. Bei einem Projekt in dieser Bedeutung für Reken und diesen finanziellen Ausmaßen ist eine frühere Einbindung der Politik notwendig. Bei dieser Dimension wäre unseres Erachtens auch eine zusätzliche Sitzung des Rates oder zumindest des Haupt- und Finanzausschusses notwendig gewesen.
Anfang Januar hätte dann eine politische Willensbildung erfolgen können, dann hätte das Konzept erstellt werden können und alle Beteiligten hätten dann das Konzept hinreichend früh beurteilen können.
Die SPD-Fraktion hat schon der Erstellung dieses Konzeptes im Haupt- und Finanzausschuss nicht zugestimmt.
Der Umsetzung dieses Konzeptes können wir aus oben genannten Gründen erst recht nicht zustimmen. Die bisher gezeigte Vorgehensweise nennen wir in der IT „quick & dirty". Das mag in Ausnahmefällen gerechtfertigt sein, aber nicht bei Projekten dieser Bedeutung und Größenordnung.

Andreas Zander
- SPD-Fraktion Reken -

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