19.2.2015 Klein Reken. Die Edelkastanie vor dem Hof Sicking am Mühlenweg westlich von Klein Reken muss gefällt werden. Das etwa 280 Jahre alte Naturdenkmal, das vielen Generationen Schutz vor Wind und Sonne geboten hat, ist seit einigen Jahren stark geschädigt.

Der Baum ist inzwischen in so schlechtem Zustand, dass sich die Gefahr durch herabstürzende Kronenteile erhöht. In Absprache mit der Familie Sicking wird die Kastanie daher am kommenden Montag (22. Februar) gefällt.
Mit knapp sechs Metern Stammumfang ist die Edelkastanie eines der mächtigsten Baum-Naturdenkmale im Kreis Borken. Seit Mitte der 90er-Jahre galt es jedoch, den Baum besonders aufmerksam zu beobachten, da sich im Innern zunehmende Fäulnis ausbreitet und Zersetzungsprozesse die Stabilität der Äste mindern.

















So ist bereits vor 15 Jahren im Sommer bei Windstille ein starker Ast aus der Krone gebrochen und auf den Hof gefallen. Seit fünf Jahren haben Pilzgeflechte den Baum soweit befallen, dass große Teile der Krone ausgefallen sind. Mittlerweile ist ein Drittel des Stammumfanges nicht mehr belebt und die Fäulnis im Stamm, die schon seit Jahrzehnten besteht, baut das Holz innen wesentlich schneller ab, als außen zuwächst. „Da die natürlichen Zersetzungsprozesse recht schnell fortschreiten, ist der mächtige Baum leider nicht mehr zu halten", erläutert Norbert Stuff vom Fachbereich Natur und Umwelt. Auch im statisch wirksamen Kernholz des Baumes sind Pilze aktiv, die den Zusammenhalt der Zellen auflösen, wodurch sich die Gefahr durch herabstürzende Kronenteile erhöht.


In Absprache mit der Familie Sicking wird der Kreis Borken das Naturdenkmal fällen lassen. Die Arbeiten erfolgen am Montag, 22. Februar. Da der Baum an dem Standort prägend für das Landschaftsbild ist, wird noch im Winter entsprechender Ersatz gepflanzt, der in einigen Jahrzehnten wieder Schutz vor Sonne und Wind bietet und sich in das Landschaftsbild einfügt.

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