20.2.2016 Bahnhof Reken (geg). Das war eine große Freude, die sich im Pfarrheim St. Elisabeth breit machte. Der Saal war eigentlich gar nicht groß genug, um die geschätzten 200 großen und kleinen Gäste beim „Cafe der Kulturen" unterzubringen.

Doch es wurde zusammengerückt, was vielleicht auch symbolisch zu sehen ist. Dicht gedrängt genossen die Besucher die grenzenlose Atmosphäre im Raum.
18 Damen hatten sich um die Organisation, um Kalt und Heißgetränke gekümmert. Die Kuchen wurden gespendet- von Rekenern und von den Flüchtlingen. An einem Spieltisch sorgten Gesellschaftsspiele für Unterhaltung von Groß und Klein. Die kleineren Kinder tollten sich auf einem Spielteppich. Herzige Babys „krähten"- erhielten ihr Fläschchen, oder wurden von anderen Müttern und Omas geknuddelt.



Die Besucher saßen oder standen in Gruppen, überall waren nur fröhliche Gesichter zu sehen- es wurde viel gelacht- An diesem Nachmittag. In diesem „Cafe der Kulturen".
Klar, dass Albert Paus Initiator von „Menschen für Reken" sich schier überwältigt zeigte. „Wir haben hier in der Gemeinde ein Patenschaftssystem aufgebaut", erzählte er, und: "Dieser Nachmittag soll auch dazu dienen, dass sich die Paten austauschen und von ihren Erfahrungen erzählen."
Besonders toll: Es kamen auch Bürger die sich von der Stimmung infizieren ließen und versicherten sich nun auch einbringen zu wollen. Isoliert oder allein sitzen blieb niemand. Man ging aufeinander zu.





„Man sieht: die Hilfe im Kleinen funktioniert und macht allen sichtlich Freude", erzählte Hubert Breuer begeistert, der sich mit Khalil Kasem unterhielt. Khalil kommt aus dem Irak, wohnt jetzt in der Frankenstraße und hat von Raimund Wolter ein Fahrrad erhalten. Die nötigen Reparaturen erledigte Bernhard Kötting, so dass Khalil seit Mittwoch nun stolzer Besitzer einer Fietze und somit auch mobil ist.
Fahrräder werden im Übrigen immer gesucht. Wer eines über hat, kann sich gern mit „Menschen für Reken" in Verbindung setzen. Auf der Internetseite http://menschen-fuer-reken.org/ ist direkt auf der Startseite rechts oben auch immer zu sehen, welche Dinge aktuell benötigt werden.


An einem anderen Tisch saß Elfie Baron. Sie hat in ihrem Gästezimmer die 34-jährige Amina aus Syrien beherbergt und lebt mit ihr in einer Wohngemeinschaft zusammen. Elfie Baron erzählte, das sie lange gesucht habe, bis sie jemanden fand, der zu ihr und zu ihrer Wohnsituation passt. In Velen wurde sie schließlich „fündig", da ihr das Sozialamt in Reken niemand vermitteln konnte. „Ich habe nichts bereut", erzählt Elfie Baron. Ihre strahlenden Augen unterstreichen das.
Das „Cafe der Kulturen" soll nun vierzehntätig freitags stattfinden. Immer von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Fotos.http://reken-erleben.de/index.php/bilder/cafe-der-kulturen-fotos-gaby-eggert




Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok