18.4.2016 Groß Reken (geg). Zum Thema „Freifunk" hatte die Gemeindeverwaltung zusammen mit der Spadaka Reken ins RekenForum eingeladen. Das Bonbon für die Bürger: Die Rekener Spar- und Darlehnskasse sponsert die ersten 50 Freifunk-Router für das frei zugängliche WLAN-Netz.

„Je mehr Teilnehmer es gibt, desto dichter und besser wird das Netz", erklärte der Vorstand der Spadaka Marc Trzcinski und Christian Nordendorf. „Mit den ersten WLAN-Hotspots im Freibad und im RekenForum haben wir gute Erfahrungen gemacht," so Bürgermeister Manuel Deitert, der nun bestrebt ist die Gemeinde mit dem offenen Funknetzwerk auszustatten.
Offensichtlich aber scheint das Thema (noch) nicht viele Bürger zu interessieren, die Resonanz war mit circa 20 Zuhörern relativ gering. Auch die Mitglieder der Marketinggemeinschaft, die das Projekt unterstützen möchten, waren nur vereinzelt vertreten.


















Aber was ist eigentlich „Freifunk" Das beantworteten Alexander Hupe, Frank Könning, Justus Rems und Frank Sandmann vom Freifunkverein Westmünsterland e.V. und der Groß Rekener Fachanwalt Nils Mathes.
Freifunk ist die Möglichkeit jedem Bürger, der sich in der Nähe eines Freifunk-WLAN-Netzwerks befindet, einen kostenfreien Zugang zum Netzwerk zu ermöglichen, hieß es.. Freifunk ist gemeinnützig und wird von ehrenamtlichen Helfern in Eigenregie aufgebaut und gewartet und ist deshalb für den Nutzer kostenfrei.
Um Teil des Netzwerks zu werden muss der Interessent lediglich einen speziellen WLAN-Router an einem geeigneten Ort aufstellen. Gibt es genug Freifunkrouter in der Nähe, entsteht automatisch ein sogenanntes Mesh-Netzwerk in dem alle Router selbstständig miteinander verbunden sind. Der größte Vorteil von Freifunk ist die öffentliche Distribution von Kommunikationsmedien. Alle Teilnehmer erhalten so einen freien Zugang zum Internet und können untereinander Daten austauschen, oder im Netz surfen, während die Ehefrau sich Schuhe aussucht.


















Die sogenannten vermashten Netze vom Freifunk sind sehr zuverlässig und stabil, da sie dezentralisiert sind. Selbst wenn also einer der WLAN Router ausfällt oder blockiert wird, kann sich das Netz darum herum stricken und verbindet sich einfach mit dem nächstbesten Router.
Rechtsanwalt Nils Mathes berichtete, dass die Freifunk-Zugangspunkte vollkommen vom privaten WLAN getrennt sind, um somit jeglichen Zugang auf die eigene IP Adresse und den privaten Datenverkehr zu unterbinden. Jeglicher Datenverkehr wird verschlüsselt. Und niemand könne sich über einen Freifunk-Router Zugang zu in dem Heim-Router verschafffen. „„Aus rechtlicher Sicht kann ich überhaupt nichts Negatives beim Freifunk feststellen," so der Rechtsexperte.
Freies Internet durch ein dicht verknüpftes und unproblematisch einzurichtendes Freifunknetz ist nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für den Tourismus, das Marketing und für die Wirtschaft wichtig", betonte Deitert.
Denn:"Die Besucher von Städten und Gemeinden erwarten die Bereitstellung eines öffentlichen und für den Nutzer kostenfreien WLAN-Netzes in den Ortskernen," so Bürgermeister Deitert, der hofft dass sich der „Freifunk" in Reken etablieren lässt. Denn: Durch einen solchen Service würde das Dorfzentrum deutlich attraktiver, die Verweilzeiten von Kunden in Geschäftslokalen gesteigert und moderne lokale Infrastrukturen geschaffen.
Verteilt werden die ersten 50 Router anteilmäßig in allen Ortsteilen. Jeder der einen haben möchte kann sich bei der Spadaka in eine entsprechende Liste eintragen.


Um das System zu veranschaulichen wurde der erste Router in der Geschäftsstelle der Spadaka an der Hauptstraße installiert.
Auf einer Ortskarte wurde die Freifunkstrecke zwischen dem Hotspot der Gemeindeverwaltung zur Hauptstelle der Bank nach einigen Minuten dargestellt.

Infos gibts auch unter www.Freifunk-WML.de


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