24.6.2016 Kreis Borken. Der erneute Starkregen in der Nacht zu Freitag, 24. Juni, hat in Teilen des Kreises Borken für Überschwemmungen gesorgt. Zum gegenwärtigen Stand (16.30 Uhr) sind vor allem Bereiche in den Kommunen Bocholt, Gescher, Borken, Rhede und Ramsdorf betroffen.

Dort stehen teilweise Straßen unter Wasser und Keller liefen voll. Die Pegelstände der Bocholter Aa bzw. der Berkel und auch der Issel geben Anlass zur Sorge. Die Kreisleitstelle zählte bis jetzt etwa 700 Einsätze. Insgesamt sind rund 500 Einsatzkräfte an den verschiedenen Stellen tätig. Neben den kreisangehörigen Feuerwehren sind auch Feuerwehrleute aus dem Kreis Warendorf und der Stadt Gelsenkirchen im Einsatz, eine weitere
Bereitschaft rückt aus Olpe an.
Auch die Kreisbereitschaften Nord und Süd sind angefordert worden.
















Auch aus dem Heu-bach in MAria Veen wurde ein Heu-fluss (Foto Karin Nagel)

Heute Vormittag gegen 11 Uhr hatte Landrat Dr. Kai Zwicker den Katastrophenalarm ausgerufen, gerade angesichts des hohen Koordninierungsbedarfs bei der Bewältigung der Starkregenereignisse in den verschiedenen Bereichen des Kreisgebiets und auch mit Blick auf die Anforderung auswärtiger Kräfte. Im Kreishaus tagt dazu der Krisenstab. In den vom Starkregen betroffenen Kommunen sind eigene Einsatzleitungen eingerichtet. Auch Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Borken sind ständig vor Ort. Es besteht die Gefahr
von weiteren Überflutungen, um dies zu vermeiden, laufen jeweils vielfältige Maßnahmen. Am Nachmittag lagen dem Krisenstab Anforderungen von 35.000 Sandsäcken aus den Kommunen vor, die auch dank auswärtiger Unterstützung erfüllt werden konnten. Unter anderem kommen Hochleistungspumpen zum Einsatz,die Wasser aus den Gewässern in Retentionsflächen pumpen, um die Pegelstände zu entlasten. „Bislang gab es glücklicherweise keine Personenschäden", zeigt sich Landrat Dr. Zwicker erleichtert. Mit Sorge betrachtet er allerdings die Wetterprognosen für Samstagmorgen und die teils steigenden Pegelstände in den Kommunen, die nun die Wasserwelle erwarten.
Angesichts der örtlich unterschiedlichen Lagesituationen wird der Kreis Borken zunächst keine zentrale Bürger-Hotline einrichten. Die vom Starkregen
betroffenen Städte und Gemeinden im Kreisgebiet haben daher zum Teil eigene Telefonnummern für Bürgeranfragen geschaltet:
- Borken, Tel. 02861/906 231
- Gescher, 02542/60201
- Isselburg, Tel. 02874-911-17.
Falls weitere Telefonnummern eingerichtet werden, erfahren Sie diese auch im Internet unter akut.kreis-borken.de.

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