Von Gaby Eggert
8.8.2016 Groß Reken. Bei „Reken schmeckt“ ist etwas passiert, womit die Veranstalter nicht so recht gerechnet haben. „Die Gäste haben uns überrollt“, freuten sich die fünf Gastronomen am Sonntagnachmittag.

„Samstagnacht um zwei Uhr gingen die letzten Gäste nach Hause - manche Gerichte waren am späten Samstagabend ausverkauft", erzählte Hermann Schneermann strahlend.
Er, der jahrelang Teilnehmer der Gourmetfeste in Schermbeck und Kirchhellen war, trug die Idee eines ähnliches Festes in seiner Heimatgemeinde schon einige Jahre mit sich herum und freut sich nun, dass er in Steffen Gröner (Berghotel Hohe Mark), Manfred Süselbeck (Restaurant Bahnhof Reken), Werner Knüver (Zum Mötken) und Marin Tomic (Tommys) Mitstreiter gefunden hat, die bereit waren ein ähnliches Fest zu wagen und aus der Taufe zu heben. Die Verwaltung genehmigte die Nutzung des Rathausplatzes und der Anfang war gemacht.
Pünktlich um fünf Uhr am Samstagnachmittag legte Petrus, den Schalter um und präsentierte herrlichstes Spätsommerwetter. Lag der Rathausplatz um 15 Minuten vor sechs noch verwaist da, sah es eine halbe Stunde später schon ganz anders aus. Der „run“ auf die mit eleganten, cremefarbenen Lacktischdecken und geschmackvoller Dekoration versehenen Tischen und dann auf Bier und Essen begann.
Burger, Flammkuchen, ein mediterranes Tableau (Vorspeisenteller) Rindfleisch in Zwiebelsauce oder butterzarte Schweinebäckchen und als Dessert Creme brulee' oder Herrencreme gingen unter anderem über die Theke des Küchenzeltes. Und das alles zu familienfreundlichen Preisen. „Wobei die Preise sicherlich der Grund dafür waren, dass die Gäste mehrfach zum Küchenzelt liefen und unterschiedliche Gerichte probierten“, so Steffen Gröner.
Manfred Süselbeck bemerkte am Sonntag, dass die Rekener bei den Schweinebäckchen doch recht zurückhaltend gewesen wären. Alles andere ging weg wie die buchstäblichen „warmen Semmeln“. Die anwesenden Köche hatten reichlich zu tun. Ein positiver Nebeneffekt: “Wir arbeiten zusammen als hätten wir das immer schon so gemacht, jeder hilft da wo es gerade brennt“, so Schneermann. Mehr als 30 Leute im Service sorgten dafür, dass vor und hinter den Kulissen alles rund lief.
Richtig schön und stimmungsvoll wurde es dann mit Einbruch der Dämmerung, durch die romantische Beleuchtung in den mächtigen Baumkronen.
Im Ausschank waren acht Fass- und zwanzig Flaschenbiere aus Deutschland, Polen, Tschechien und Belgien. Und welches wurde am liebsten getrunken? „Das helle bayrische König Ludwig“, so Hermann Schneermann. Ein Bier was besonders mild und deshalb auch „süffig“ ist. Aber auch Wein und die vielfältigen Cocktails fanden reichlich Abnehmer.
Am Samstagabend sorgten junge Ahauser Straßenmusiker für Unterhaltung: Gitarrist Sebastian Wilhelm und Leadsänger Ali Sürmelin die an diesem Abend den ebenfalls engagierten Gitarristen und Singer Songwriter Tim Venker kennenlernten. Das spontane Verstehen machte sich im gemeinsamen Musizieren bemerkbar, welches das Publikum begeisterte. Es gab sogar Gäste die dem Trio ein paar Euros zusteckten, damit sie an ihrem Tisch Wünsche erfüllten und etwas länger verweilten. Denn den ganzen Abend flanierten die Musiker durch die Tischreihen. Leider waren sie für den allgemeinen Lärmpegel zu leise.
Nicht zu überhören dagegen war am Sonntagmittag der Musikverein Rekener Blaskapelle der zum Frühschoppen konzertierte. Auch an diesem Tag kamen die Gäste in Scharen und erfreuten sich an der schönen Atmosphäre im großen Biergarten auf dem Rathausplatz.
Liebe Rekener Gastgeber, das ruft nach einer Wiederholung


 

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok