Humurvoll und Anrührend -  „Paradiso - Leben leben ... sich einlassen und loslassen“

Paradiso EF09.11.2018 Groß Reken (bli). „Mit so großer Resonanz haben wir gar nicht gerechnet,“ lautete der überraschte Kommentar der Veranstalter zu den zahlreichen Besuchern im RekenForum, die am vergangenen Donnerstag das Stück „Paradiso - Leben leben ... sich einlassen und loslassen“ gesehen haben.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Reken, das Kulturbüro der Gemeinde Reken und der Verein „Leben im Alter in Reken e. V. hatten hierzu eingeladen.
Kristin Kunze, als die ehemalige, in die Jahre gekommene Schuldirektorin und Heike Bänsch, als die junge Vicky, zogen mit ihrer Darstellung der beiden Personen das Publikum in ihren Bann.

Paradiso Bank

Das Stück „Paradiso“ handelt von zwei altersmäßig unterschiedlichen Frauen, die aber beide ein einsames Leben führen. Martha, die 81-jährige Schuldirektorin, sitzt jeden Tag auf einer Bank und füttert die Enten. Eines Tages setzt sich Vicky zu ihr. Sie unterhalten sich, doch die Jüngere hat kein Mitleid mit der Alten. „Wollen Sie nicht ins Altenheim „Paradiso“ gehen.“ Die Gespräche mit der rüstigen Rentnerin führen immer wieder zum Streit. Eigentlich will Vicky in das Haus der Frau Direktoren mit einziehen. „Sie haben doch noch zwei freie Zimmer.“ Aber Martha lehnt ab.

Paradiso Gemeinsam

Nach und nach nähern sie sich an und Vicky darf einziehen. „Aber Sie betreten nicht das Bad,“ verbietet ihr die Schuldirektorin. Sie tauschen Lebenerfahrungen und Schicksale miteinander aus, lernen voneinander und im Laufe der vielen gemeinsamen Gespräche wird aus Feindschaft eine Freundschaft. Sie reisen zusammen nach China, natürlich auf Kosten von Martha.

Paradiso Freunde

Aber die Zeit geht an der Seniorin nicht spurlos vorbei und sie wird immer gebrechlicher. Vicky gestattet sie immer mehr Freiheiten. Schon lange darf sie das Bad benutzen. Martha unterschreibt alle Überweisungen, die ihr vorgelegt werden und sie hat Vicky als ihre Erbin eingesetzt. „Bleibst du bei mit bis zum Schluss? – Natürlich!“ Der Dialog zwischen den beiden fällt immer häufiger.

Paradiso Ende

Am Ende, wenn Martha nur noch in ihrem Rollstuhl vor sich hindämmert, sind die vielen Versprechungen vergessen und sie wird ins Altenheim „Paradiso“ geschickt. „Ich schaffe das einfach nicht mehr,“ begründete Vicky ihre Entscheidung.

Die humorvolle und rührende Geschichte von den ungleichen Frauen wird viele Besucher am Ende der Vorstellung zum Nachdenken angeregt haben.

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