Blühstreifen, ja ganze Blühflächen sind gegen das Insektensterben überlebensnotwendig! 

181108 BlühstreifenStellungnahme von Hans Kuhrmann zum Artikel "Chance für das Niederwild im Weskerhok"
08.11.2018 Reken (pd). Aus  dem Bericht  vom 7-11-2018:  "  Chance für das Niederwild "  im Weskerhok.  ist  zu entnehmen, dass die betreffenden Jäger und Landwirte  mit  Unterstützung durch die Münsteraner "Stiftung Westfälische Kulturlandschaft" nicht nur über das Thema Umwelt reden, sondern auch handeln.

Aus zwei Hektar werden jetzt 5 Hektar  Blühstreifen und Blühflächen. Dies kann allerdings nur der Anfang sein. Ich möchte mit meinem Bericht nicht nur den massiven Rückgang von Rebhühnern, Fasanen und Hasen ansprechen, sondern  das Problem grundsätzlicher angehen. Und das ist seit einigen Jahren das verheerende Insektensterben. Dabei stehen diese Tiere am Anfang der Nahrungskette und wir Menschen am Ende dieser Nahrungskette. Leider wurde diesem Sachverhalt in der Vergangenheit fast keine Beachtung geschenkt und Insekten eher als unerwünschte und überflüssige Lebewesen angesehen.    Mit  diesem Bericht möchte ich deshalb  Inhalte zu der nachfolgenden Behauptung anführen, die gleichermaßen auch für Reken gelten.
Die  Blühstreifen, ja ganze Blühflächen sind gegen das Insektensterben überlebensnotwendig.  Dies ist schon seit langem eine klare Ansage von Professor und  Forscher Thomas Schmitt, Direktor des Senckenberg Deutschen Entomologischen Instituts in Müncheberg (Brandenburg)  Um ein weiteres Aussterben von Insektenarten zu verhindern, fordert er z.B.  die Anpflanzung von mehr Blühstreifen an Feldern sowie an Straßenrändern und Autobahnböschungen. 95 Prozent der Fläche bundesweit sei aus Sicht von Insekten derzeit "extrem lebensfeindlich". Zwar gebe es Natur- und andere Schutzgebiete, doch diese seien nicht miteinander vernetzt. "Das ist ein Problem, für das es bisher keine wirkliche Lösung gibt", führt er aus. . Viele Vögel  leben eben von unterschiedlichen Insekten. Für eine Vielzahl von Kleinvögeln in der Aufzuchtphase sind Insekten besonders wichtig. Das massive und erschreckende Insektensterben führte bereits jetzt  zu einem massiven Rückgang der Vogelpopulation, was viele aus dem eigenen Garten in diesem Sommer bestätigen können. "Von den 248 Vogelarten, die in Deutschland brüten, ernähren sich 80 Prozent von tierischer Kost, die Hälfte von ihnen bevorzugt Insekten. Wenn ein wichtiger Teil der Nahrungsgrundlage wegbricht, dann hat das extreme Auswirkungen auf alle Arten am Ende der Nahrungskette,  nämlich uns Menschen.  Deshalb also  sind Blühstreifen für Insekten  und Insekten wiederum für uns  Menschen so wichtig . Die Lobbyisten der Agrargift-Industrie haben ein massives  Interesse daran, dass dies nicht zum Thema wird.
Ebenfalls sei für viele Arten  ein Austausch mit Artgenossen in anderen Schutzgebieten überlebenswichtig, denn nur so könnten sie sich auf Dauer in ausreichender genetischer Vielfalt vermehren. Werde dies nicht sichergestellt, drohe ein "radikaler Verlust" an Arten, so Professor Thomas Schmitt. Streifen entlang von Äckern und Straßen, auf denen unterschiedliche Blühpflanzen wachsen, könnten die Lage verbessern. Um mehr blühende Flächen zu schaffen, müsse es für deren Anpflanzung auch mehr Förderung für Landwirte geben. Derzeit gebe es einen "massiven Verlust an Biomasse bei den Insekten". Grund seien neben dem Klimawandel landwirtschaftliche Monokulturen sowie die heute sehr effiziente Bekämpfung von Schädlingen, die auch Nützlinge schädige. Selbst in den Schutzgebieten stehe die Natur inzwischen unter Druck, da der Stickstoff aus der Landwirtschaft und dem Verkehr über die Luft bis dorthin gelange
Bei Wikipedia ist  nachlesbar: "Bereits 1992 hat das Umweltprogramm der Vereinten Nationen angesichts der Bedrohung der Biodiversität eine Konferenz einberufen und mit der dort verabschiedeten Konvention für biologische Vielfalt auf die Bedrohung der Artenvielfalt reagiert; hierin hat sich auch Deutschland zu deren Schutz verpflichtet. Dabei gehören geschätzt mehr als 60 % aller Tierarten zu den Insekten, allein in Deutschland haben Entomologen bislang rund 33.000 Arten beschrieben, wovon derzeit mehr als 7.800 (ca. 25 %, ein Viertel) auf der Roten Liste gefährdeter Arten geführt werden".

 

 

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