17.08.2016 – 46359 Heiden / 48149 Münster (ots) - (mh)Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Borken und der Polizei Münster

In der Nacht zum Mittwoch (17. 8) bemerkte eine Pflegerin in einem Seniorenwohnheim in Heiden während eines Kontrollgangs die Abwesenheit eines demenzkranken Bewohners. Sie fand den 83 jährigen Mann im Nachbarzimmer, er lag gemeinsam mit dem 74 jährigen, ebenfalls demenzkranken Bewohner im Bett. Der 74 jährige Bewohner war augenscheinlich schwer verletzt, ein hinzugerufener Notarzt konnte nur noch den Tod verstellen.
"Nach jetzigem Ermittlungsstand müssen wir von einer Gewalttat ausgehen", erklärte Oberstaatsanwalt Matin Botzenhardt heute (17.8.) in Münster. "Aufgrund der vorliegenden Demenzerkrankung und dem damit verbundenen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses hat der 83 jährige keine Erinnerung an den Geschehensablauf der letzten Nacht." Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster erfolgte im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster die Obduktion des Verstorbenen. "Der Tod ist in der Folge von stumpfer Gewalteinwirkung eingetreten", fasste der Oberstaatsanwalt das Ergebnis der Untersuchung zusammen.
Zur weiteren Klärung des Tathergangs ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux im Einsatz.

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