„Chance für das Niederwild“ im Weskerhok

Niederwildprojekt EF07.11.2018 Reken (bli). Jäger und Landwirte im Revier Weskerhok schützen das Niederwild durch das Anlegen von Blühstreifen.

Der Bestand, beispielsweise an Rebhühnern, Fasanen und Hasen, verringerte sich in den letzten 10 Jahren überdurchschnittlich. Die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft wurde von dem Landesjagdverband NRW e.V., dem Verband der Jagdgenossenschaften, der Eigenjagdbesitzer e.V. und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftschaftsverband e.V. im Jahr 2016 ins Leben gerufen. Vor eineinhalb Jahren präsentierte Hendrik Specht, Hegebeauftragter für das Münsterland, den Jägern und Landwirten vom Revier Weskerhok das Projekt: “Hegebeauftragter für das Niederwild im Münsterland“ unter dem Motto „Chance für das Niederwild“ von der Stiftung Westfälischer Kulturlandschaft. Das dreijährige Projekt endet im März 2019. Durch fachkundige Beratung und Unterstützung wird dafür gesorgt, dass der Lebensraum für Niederwild optimiert wird.

Niederwildprojekt GruppeFoto (von links): Hermann Kuhrmann, Heinz Große Westrick, Hendrik Specht, Jürgen Wesseling

Am vergangenen Freitag berichteten uns  Hendrik Specht, Hermann Kuhrmann, Jürgen Wesseling und Heinz Große Westrick von ihren ersten Erfahrungen.

Niederwildprojekt Karte

Die Gesamtfläche an Blühstreifen wurde von zwei auf fünf Hektar vergrößert. Die Stiftung stellte Samenmischungen zu Verfügung, die Landwirte und Jäger auf freie Bereiche und schmale Streifen entlang von Äckern und Feldern einsäten. Dabei werden die Ansprüche der jeweiligen Wildarten berücksichtigt.

Niederwildprojekt KohlFoto: Markstammkohl

Auf einem Teilstück im Weskerhok wachsen beispielsweise Schmuckkörbchen, Buchweizen, Ölrettich, Phacelia, Marktstammkohl, verschieden Gräser und noch viel mehr. Diese Pflanzen bieten dem Niederwild, Vögeln und Insekten nicht nur Nahrung, sondern auch Schutz vor Fressfeinden und ein idealer Standort für die Brutnester.

Niederwildprojekt SFeld

Einige Landwirte haben Sonnenblumen als Zwischenfrucht sowie für das Wild als Ruckzugsbereich und Nahrung im Winter ausgesät. Laut Aussage der Jäger haben sie in letzter Zeit wieder mehr Hasen gesehen. Doch erst nach fünf Jahren soll eine Verbesserung des Niederwild-Bestandes deutlich zu beobachten sein. Die Blühflächen sehen im Sommer durch ihre Farbenpracht auch noch gut aus, und verbessern das Landschaftsbild.

Niederwildprojekt KörbchenFoto: Schmuckkörbchen (gibt es vielen verschiedenen Farben)

Die Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten wurde von den Projektteilnehmern gelobt. Ebenso kam die unbürokratische, lockere und unkomplizierte Kooperation mit der Stiftung gut an. Nur derjenige, der für die Flächen Fördermittel für Agrar-Umweltmaßnahmen bei der Landwirtschaftskammer beantragt, muss die bepflanzte Fläche auf den Quadratmeter genau ausweisen.
Jäger und Landwirte im Weskerhok äußerten den Wunsch, dass das Projekt „Hegebeauftragter für das Niederwild im Münsterland“ im nächsten Jahr verlängert wird.

Niederwildprojekt SBlume

 

 

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