Umbau vom Sportcenter des Judo-Club zur Kindertagesstätte 

Gemeinde Reken Logo neu EF06.09.2018 Groß Reken (bli). In Reken steigt der Bedarf an Kindergartenplätze. Daher plant die Gemeinde eine neue Kindertagesstätte (KiTa) neben dem Frei- und Hallenbad in Groß Reken.

„Wir haben in Reken einen Babyboom wie seit vielen Jahren nicht mehr,“ bemerkte Bürgermeister Manuel Deitert in der Planungs, Umwelt- und Bauausschusssitzung am vergangenen Mittwoch. Bei den vorhandenen Kindergärten besteht keine Möglichkeit, weiter anzubauen, begründete er die Entscheidung eine neue Kindertagesstätte einzurichten. Außerdem sollten die Einrichtungen auch nicht zu groß werden und über weit mehr als drei Gruppen betreuen. Die zukünftigen Räumlichkeiten müssen für Kinder und Eltern fußläufig erreichbar sein. Die Gemeinde möchte dazu das Sportcenter des Judo-Club Velen-Reken umbauen.

Der Mietvertrag mit dem Verein läuft nach 15 Jahren im November 2019 aus und wird daher auch nicht verlängert. Im August sprachen Vertreter der Gemeinde mit dem Vorstand des Judo-Clubs über das Thema. Die Trainingshalle neben dem Freibad entspricht nicht mehr dem Wettkampfniveau und aktuell trainieren einigen Gruppen bereits in der Sporthalle des Vereins- und Bildungszentrums. Es wird nun von Seiten der Gemeinde geprüft, ob der Judo-Club sein Training in den bestehenden Hallenbelegungsplan integrieren kann. Zusätzlich gibt es Überlegungen dahingehend, die Fläche unter der Tribüne zu Nachbesprechungsräumen, die von allen Vereinen genutzt werden können, umzugestalten. Bis Sommer 2019 wird der Judo-Club aber noch in seinem Sportcenter trainieren.

Planentwurf Freizeitanlage Stand 15.08.2018 11

Aufgrund der Lage in der Freizeit- und Sportanlage von Groß Reken mit dem Frei- und Hallenbad, dem Tennis- und Fußballplätzen sowie vielen weiteren Angeboten möchte die Gemeinde Reken mit einem Sport-Kindergarten ein neues Segment belegen. Zu diesem Thema referierte Dr. Balster, Ehrenmitglied beim Landessportbund NRW. Den Sitzungsteilnehmern verdeutlichte er, welches Konzept hinter einem Bewegungs-Kindergarten steht, welche Kooperationen notwendig sind sowie das Statement durch Eltern und Sportvereine. Jeder hat ein Grundrecht auf Bewegung und Bewegung dient als Motor für die frühkindliche Entwicklung, betonte Dr. Balzer. Für einen Bewegungskindergarten ist notwendig, dass die Erzieher sich hierfür entsprechend qualifiziert haben und an regelmäßig an Fortbildungen teilnehmen. Weiterhin empfiehlt er die Kooperation mit anderen Personen wie beispielsweise Sportvereine. Von Eltern, deren Söhne und Töchter Bewegungskindergärten besuchen, hat er nur positive Resonanz erhalten. Die Jungen und Mädchen seien selbstsicherer und selbstständiger. Ebenso hätten die Sportvereine bei den Kindern eine verbesserte Alltagsmotorik und weniger Aggressionen festgestellt. Dr. Balzer wies darauf hin, dass da Außengelände der KiTa einen gewissen Abstand zum vorhanden Parkplatz haben müsse. Auf diesen Aspekt würde Rücksicht genommen und der Zugang zum Gebäude erfolgt über den Fuß- und Radweg zwischen den Straßen Weskerhook und Berge, erklärte Bürgermeister Manuel Deitert. Auf die Frage hin, ob alle Kindergärten in Reken gleichbehandelt werden, wurde betont, dass eine Vernetzung zwischen den Einrichtungen wichtig ist und dass diese ihr Angebot diesbezüglich erweitern können. Die Häufigkeit von Sportaktivitäten kann vor Ort selbst bestimmt werden. Kinder ab der Altersgruppe U3 können sich dort anmelden. Für den Umbau müssen Bäume abgeholzt werden, für die eine Ausgleichsmaßnahme geplant ist.
Die Planung des neuen Kindergartens in der Freizeitanlage stieß bei den anwesenden Politikern auf positive Resonanz.

 

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