Unkrautfrei ohne Reue

26.04.2018 Reken (pd/eva) Der Frühling hat begonnen, die Hobbygärtner zieht es wieder in ihre Gärten. Viele Pflanzen und Pflänzchen sprießen da plötzlich wieder aus dem Boden, aber nicht alle zur Freude der Gärtner.

Manche bezeichnen das ungeliebten Grün als Unkraut, und das muss weg. Einige scheuen bei der Vernichtung auch nicht vor radikalen Maßnahmen zurück. Dabei denken sie nicht daran, wen und was sie alles gefährden. An einige Regeln erinnert das "Wasserwerk" RWW die Bürger:

 

Damit Trinkwasser bei uns auch künftig seine hervorragende Qualität behält, ist ein konsequenter Schutz unserer Gewässer erforderlich - auch vor Einträgen von Pflanzenschutzmitteln. Gerade deren Einsatz unterliegt strengen gesetzlichen Regelungen. Der Arbeitskreis Pflanzenschutzmittel und Wasserdienstleister, wie RWW, geben alljährlich Tipps, wie man „lästige Unkräuter“ entfernt, ohne Wasser und Umwelt zu gefährden.

Auf befestigten Flächen verboten

Kommen Pflanzenschutzmitteln auf befestigten Flächen zum Einsatz, verbleiben sie zwar zunächst dort. Allerdings können die Wirkstoffe beim nächsten Regenguss direkt oder über die Kanalisation in Gewässer und somit in den Wasserkreislauf gelangen. Dies erschwert die Nutzung für die Trinkwassergewinnung. Deshalb ist nach dem Pflanzenschutzgesetz die Anwendung auf allen Freilandflächen grundsätzlich untersagt, die nicht gärtnerisch, land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden. Dieses Verbot gilt insbesondere auch für alle Wege und Plätze rund ums Haus. Ein Verstoß kann mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.

Es geht auch ohne Chemie und Hausmittel

Der Einsatz diverser „Hausmittelchen“ ist auf den genannten Flächen ebenfalls untersagt, wie zum Beispiel Essig, Salz oder chemische Haushaltsreiniger. Als umweltfreundliche Alternativen bieten sich mechanische oder thermische Verfahren an: Hochdruckreiniger, Fugenkratzer, Stahlbürste, ein fester Besen zusammen mit heißem Wasser, Abflammgeräte oder Infrarot-Handgeräte.

Umweltbewusstsein ist gefragt

Im Interesse des Gewässerschutzes sollte auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. „Wir appellieren an die Einsicht der Bürger", erläutert RWW-Geschäftsführer Dr. Franz-Josef Schulte. „Ihr Umweltbewusstsein ist gefragt: Unser Wasser allein aus ästhetischen Gründen durch die Ausbringung von Herbiziden zu gefährden, muss von uns allen und der Umwelt teuer bezahlt werden. Denn je belasteter die Gewässer, desto teurer und aufwändiger die Aufbereitung."

Flyer informiert

In allen Service Points der RWW liegt der kostenlose Flyer „Unkrautfrei ohne Reue“ aus, der dem Verbraucher eine produktunabhängige Information bietet. Dort sind Tipps zu finden, wie man sein Unkraut entfernt, dabei aber Wasser und Umwelt schützt.

Weitere Informationen und Serviceangebote befinden sich im Internet unter www.wasser-und-pflanzenschutz.de und www.pflanzenschutzdienst.de der Landwirtschaftskammer NRW. Auch im gärtnerischen Fachhandel gibt es selbstverständlich Ratschläge.

An folgenden Stellen ist der Flyer „Unkrautfrei ohne Reue“ erhältlich: http://www.wasser-und-pflanzenschutz.de/fileadmin/pdf/2016_faltblatt_unkrautfrei.pdf

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