„Projekt Zeelink erreicht Berlin“

26.04.2018 Reken/Berlin (pd). Ursula Schulte, SPD-MdB äußert sich in einer Pressemitteilung zum Projekt Zeelink.


Es gibt derzeit kein Projekt, das bei den Anwohnern des Münsterlandes so viel Unruhe hervorruft, wie der Neubau der 215 Kilometer langen Gaspipeline von der deutsch-belgischen Grenze bis nach Legden. Wegen sinkender Gasvorkommen aus den Niederlanden ist eine Umstellung auf das ergiebigere H-Gas notwendig, das in Dänemark, Norwegen und Russland gefördert wird. Dazu bedarf es einer neuen, zentralen Versorgungsleitung. Zu einem Informationsaustausch über das Zeelink-Projekt hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte mit Vertretern der Projektgesellschaft Open Grid Europe GmbH jetzt in Berlin getroffen.

„Ich kann die Bedenken der Anwohner verstehen. Vor allem dann, wenn die Trasse sehr nahe an Wohngebieten vorbeiführt. Diese Bedenken nehme ich sehr ernst. Deshalb habe ich Kontakt zur Bundesnetzagentur, zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zur Bezirksregierung Münster und zur Projektgesellschaft Open Grid Europe GmbH aufgenommen.

Nach den Gesprächen habe ich den Eindruck gewonnen, dass alle am Projekt beteiligten Akteure eine zielführende Lösung präferieren und dem Sicherheitsaspekt sowohl in der Bau- als auch in der Betriebsphase eine herausragende Bedeutung zugemessen wird. Der Integrität der Leitung werde zum Beispiel dadurch entsprochen, dass die Deckung der geplanten Trasse über den Normen des DVGW-Regelwerkes liegt. Statt vorgeschriebenen 1,00 Metern liege die tatsächliche Planung bei 1,20 Meter. Darüber hinaus gebe es eine regelmäßige Begehung und Befliegung der Leitung (im Zwei-Wochen-Rhythmus). Ebenso seien Baustellen und landwirtschaftliche Arbeiten, die auf eine bestimmte Erdtiefe zielen, frühzeitig anzumelden.

Die letztendliche Entscheidung über die Trassenführung wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens getroffen. Sie liegt bei der Bezirksregierung Münster. Ich bin

der festen Überzeugung, dass die Regierungspräsidentin nach Abwägung aller Sachargumente eine für alle Beteiligten „richtige Entscheidung“ treffen wird. Sollten im gesamten Verfahren weiterhin Bedenken bestehen, bleibt den Beteiligten immer noch der Rechtsweg offen.

Bei aller technischen Machbarkeit bleibt auch bei mir immer auch ein leichtes Gefühl der Unsicherheit. Das ist allzu menschlich.“

 

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