Auf den Spuren von Tisa von der Schulenburg

22.11.2017 Reken / Tressow (pd). Für Erika Reicherts neuestes Werk haben sich neun Tisa-Freunde nach Mecklenburg Vorpommern aufgemacht, um den Ort von Tisa von der Schulenburgs Kindheit zu finden: Schloss Tressow! Tisa von der Schulenburg, ein Name, der immer wieder Besonderes bewirkt.

Der Archivar der Gemeinde Reken, Hermann-Josef Holthausen, der mit großem Engagement das Buch des Heimatvereins „Freie Fahrt in die weite Welt“ begleitet, brachte alles tatsächlich in Fahrt. Als er das renovierte Schloss aus dem Internet zauberte, war es klar, dass die Autorin Erika Reichert den nächsten Schritt tat. Am Wochenende des 10., 11. und 12. Novembers gelangte man mit neun Personen, in das Land „der weiten Felder und kristallenen Seen“. Das gelb leuchtende Schloss mit seinem Blick auf den Tressower See war vielen aus den Autobiografien von Tisa bekannt und empfing die Besucher mit seinem überwältigenden Anblick. Ebenso überwältigend war der Empfang in dem „Tisa von der Schulenburg“- Gymnasium im Dorf Mecklenburg. Lehrer, Schulleitung, Schüler und zwei Bürgermeister gestalteten ein herrliches Programm, das seinen Anfang mit einem Konzert der Bläserkapelle und den Ausklang in dem Tisa-Schüler-Café fand. Alle bekundeten ihre Freude, Zeitzeugen der großen Künstlerin zu begegnen. So musste man versprechen im nächsten Jahr wiederzukommen, damit alle Schüler dieses kulturell und historisch bedeutende Erlebnis haben könnten.
Die historische Qualität dieser Fahrt kam dann im Festsaal von Tressow ans Licht. Hier hatte Tisas Bruder Fritz gelebt, der 1944 von den Nazis als Beteiligter am Attentat von Hitler hingerichtet wurde. Tisa hatte den sechs Kindern ihres Bruders Fritz eine Gedenkplatte aus Holz geschnitzt, die ihnen half, im Park den schrecklichen Tod ihres Vaters zu betrauern. Sie wurde am Ende des Krieges von der SS entfernt und blieb verschollen.
So ließ Erika Reichert diese Tafel in den 80 Millionen Jahre alten Sandstein aus den Baumbergen von Otto Hetzel schlagen, und zwar mit dem Originaltext:

„Ich hab's gewagt
Von der Schulenburg Tisa Fritz
Reken Dorsten“

„Respekt“, sagte der jetzige Besitzer Dr. Krieger mit hanseartigem Charme, der das Gastgeschenk dankbar annahm und seine Besucher viele Stunden mit dem Gefühl einer neuen Freundschaft durch Schloss Tressow begleitete.

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