"Einfach frei" - Motto des Reformationsjubiläum

31.10.2017 Groß Reken (bli). 500 Jahre Reformation – aus diesem Anlass veranstalteten die evangelischen Kirchengemeinden Gescher-Reken, Gemen, Borken, Rhede und Anholt-Werth-Suderwick am Dienstag vor Allerheiligen einen gemeinsamen Festgottesdienst in der Mehrfachturnhalle in Groß Reken.


Über 1200 Leute unterschiedlicher Konfessionen erlebten einen außergewöhnlichen Gottesdienst. Sechs Kirchenchöre aus Hochmoor, Bahnhof Reken, Heiden, Raesfeld, Rhede und Werth präsentierten Auszüge aus dem Pop-Oratorium „Luther“ von Dieter Falk (Musik) und Michael Kunze (Text). Die über 200 Sängerinnen und Sänger wurden begleitet von der Kirchenband „Kanzelschwalben“ aus Gescher.

Stimmgewaltig zogen sie die Gäste in ihren Bann und animierten zum Mitsingen und -klatschen. Pfarrerin Barbara Werschkull von der evangelischen Kirchengemeinde Gemen leitete den Festgottesdienst.

Die Predigt hielt Dr. Peter Böhlemann, Leiter des Institutes für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen in Villigst (Schwerte). Darin erinnerte er an das Wirken und Handeln von Martin Luther vor 500 Jahren, der am Vorabend zu Allerheiligen seine 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg nagelte, mit der katholischen Kirche brach und eine Reformation auslöste. Diese historische Geschichte verglich er in seiner Predigt mit einer Geschichte aus der Bibel von einem gelähmten Mann, der durch Jesus geheilt wurde und der Vollmacht zur Sündenvergebung (Markus 2, 1-12). Dr. Peter Böhlemann wies auf Parallelen hin zu der Bibelgeschichte (dem Weg von der Krankheit zur Botschaft „Mein Sohn, deine Sünden sind vergeben“) und Martin Luther, dessen Kampf gegen die katholische Kirsche bis zu den Thesen, dem reformatorischen Durchbruch sowie der Geburtsstunde der evangelischen Kirche (Benannt nach dem Evangelium „Dir sind deine Sünden vergeben“).

Die Kollekte war bestimmt für das Gustav-Adolf-Werk, das weltweit evangelische Gemeinden in der Diaspora unterstützt. Am Ausgang wurde ebenso mit dem Verkauf von selbstgebackenem Körnerbrot und Stuten für ein Waisenhaus in Uganda gesammelt.


Im Anschluss an den Festgottesdienst trafen sich viele der Besucher zu Gesprächen und einem kleinen Imbiss im RekenForum. Die Ausstellung „Mensch Martin: Hut ab!“ beschrieb auf anschauliche und leichtverständliche Art den Lebenslauf des Reformators. „Frauen der Reformation“ berichtete von Münsterländer Frauen, die an der Einführung der Reformation beteiligt waren. Die dritte Ausstellung „Aus Erinnerung erwächst Verantwortung“ verdeutlichte die Situation der evangelischen Flüchtlinge im Jahr 1945 und die Entwicklung der evangelischen Kirche im westlichen Münsterland.
Die Gemeinde Reken hat die Mehrfachturnhalle und das RekenForum für diese Veranstaltung kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Weiter Bilder vom Festgottesdienst gibt es in der Fotogalerie:
http://reken-erleben.de/index.php/fotos/festgottesdienst-zum-reformationsjubilaeum

 

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