Von der Lebensmittelproduktion auch wirklich leben können

Diskussion mit Landwirten und Landfrauen aus Reken
21.06.2017 Reken (pd). Zu einem Gesprächsabend war die SPD-Bundestagsabgeordnete Ursula Schulte nach Reken gekommen. Auf Einladung von Monika und Heinrich Sühling diskutierte die Bundestagsabgeordnete mit Vertretern des landwirtschaftlichen Ortverbandes und der Rekener Landfrauen. Mit von der Partie waren auch Ortslandwirt Hermann-Josef Oergel sowie WLV-Ortsverbandvorsitzender Bernhard Schwering.

„Klar ist, dass Landwirte von ihrer Arbeit leben müssen“, sieht Ursula Schulte, Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, auch die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Pflicht. „Wenn wir über die Zukunft vor allem von landwirtschaftlichen Familienbetrieben reden, müssen wir dafür sorgen, dass man mit der Arbeit auf dem Hof genug Einkommen erwirtschaften kann“, so Ursula Schulte weiter. „Es kann doch nicht sein, dass zum Beispiel ein Liter Milch weniger als ein Liter Cola kostet. Reelle Preise sind letztlich eine Frage der Wertschätzung der Lebensmittel und der Arbeit der produzierenden Landwirte.“

Einig waren sich die SPD-Bundestagsabgeordnete und die Landwirte auch darin, dass bäuerliche Betriebe, die gesellschaftliche Aufgaben im Natur- und Tierschutz übernehmen, entschädigt werden müssen. „Dann“, so Ursula Schulte, „können auch kleine Betriebe solche Aufgaben übernehmen.“
Bei den Themen Gewässerverunreinigung, der neuen Düngeverordnung und den europäischen Subventionen gab es unterschiedliche Meinungen. Zu viel Bürokratie – war die Auffassung der Landwirte. „Für die neue Düngeverordnung muss ich aber klarstellen, dass gerade unser Koalitionspartner sehr viele Sonderregelungen in das Gesetz hinein verhandelt hat. Das kann in der Tat zu bürokratischen Hürden führen“, sieht Ursula Schulte den Koalitionspartner in der Pflicht.

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