Ubuntu- ein afrikanisches Lebensgefühl

20.04.2017 Groß Reken (bli). Beim offenen Frühstückstreff St. Heinrich war am letzten Mittwoch Sr Ulrike Diekmann, Missionsschwester vom Kostbaren Blut, zu Gast. Zahlreiche Leute waren ins Pfarrheim gekommen, um ihren Berichten zu zuhören. 20 Jahre lang hat Sr Ulrike in Südafrika gelebt.
Dort hat sie als Lehrerin, Psychologin und Therapeutin gearbeitet. Seit dem Jahr 2015 wohnt sie wieder in Deutschland in Maria Veen und ist als Schulpsychologin tätig. In Südafrika wurde sie immer die „Fliegende Nonne“ genannt, weil sie ständig unterwegs war. Thema ihres Vortrages lautete „Ubuntu – Ein Geschenk aus Afrika?“. Ubuntu ist ein afrikanisches Lebensgefühl. Es spiegelt sich in verschiedenen Lebenssituationen wider und beinhaltet eine besondere Denkweise.

Sr Ulrike führte verschiedene Beispiele an. Es wird jeder, ob man ihn kennt oder nicht, freudig begrüßt mit „Sanibonani“. Dieser Gruß richtet sich immer an dessen ganze Familie und nicht nur an diese eine Person. Die Leute haben endlos Zeit, denn was ihnen wirklich wichtig ist, ist der Mensch, das Jetzt und Hier. Sowie der Gruß richten sich Fragen nie an das „Du“, sondern an das „Ihr“. Kinder werden nicht nur von den Eltern, sondern von der Gemeinschaft erzogen. Lebensfreude wird geteilt und steckt an. Wie beispielsweise, wenn einer tanzt, machen die anderen mit. Jeder wird zum Fest eingeladen. Sr Ulrike erläuterte an verschiedenen Bespielen, Situation und Ereignissen im Land, wie Ubuntu funktioniert. Bilder dazu wurden auf einer Leinwand präsentiert. Mit ihren Erzählungen fesselte Sr Ulrike ihre Zuhörer. Und so manch einer wird von diesem Lebensgefühl ein Stück mit nach Hause genommen haben.
Der nächste offene Frühstückstreff findet am 17. Mai statt.

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