Ein Dorf unterwegs bei "Reken rockt" 

Von Gaby Eggert
20.3.2017 Reken. „Es ist halb acht und wo bleibt der Bus??“ Ungeduldig scharrt da jemand mit den Hufen. Jede Menge Pendler an der Bushaltestelle in Klein Reken warten, aber eine Minute später ist er auch schon da und die musikalische Reise durch den Ort kann beginnen.

Derweil liegt schon der Duft von leckerer Bratwurst in der Luft. Am Wirtshaus Heiming glüht bereits der Grill, erste Gäste im Saal haben sich ihr Plätzchen gesichert, der Bierwagen vorm KoColores ist bereit, im Eichenhof werden die Instrumente angestimmt und auch im „Alten Garten“ ist bereits die entsprechende Tanzsaalbeleuchtung von außen zu sehen. Bis die Locations sich hier füllen, sollte es aber noch ein Stündchen dauern. Erst mit den zwei Bussen die um 20.35 Uhr in Klein Reken ankommen füllt sich auch die Kneipenmeile im Ort. Die Party kann beginnen.
In Bahnhof Reken geht mit der Partyband bereits die Post ab. Nach einer gewissen Zeit setzt sich die Menge wieder in Bewegung Richtung Bus, auf zur nächsten Station und neue Besucher kommen. Hier und da hat jemand auch einen Rucksack dabei. In einen darf ich hineinschauen. Der hat sogar ein Kühlfach. „Für den Prosecco“ höre ich, und? Tatsächlich kleine rosafarbene Dosen sorgen unterwegs für Erfrischung. Mettwürstchen und Käsehäppchen für den kleinen Hunger zwischendurch sind auch vorhanden. Den großen Hunger stillen die verschiedenen Angebote der Gastronomen.
Nächste Station: die Bauernkneipe Schöttler. Das Zelt ist in diesem Jahr größer, aber dennoch herrscht drangvolle Enge. Die irischen Klänge erfüllen hier das Zelt und die Seelen der Besucher.
Hotel Schmelting: „Da gibt’s keinen Platz mehr,“ werde ich beim Eintreten gewarnt. Ok schaunmermal. Und tatsächlich. Wie immer ist das Hereinkommen in den Saal fast unmöglich, das Vorankommen bis zur Bühne fast ein Kampf. Keiner will zur Seite rücken – geht auch fast gar nicht. Die ersten Plätze haben sich Bewohner des Benediktushofes mit ihren Rollis sichern können, die die Nähe zu den Künstlern auf der Bühne „Weiß Bescheid“ genießen. Der Drummer Frank Rathmann ist ja auch einer „von ihnen“.
Gemütlich wird’s in der Gaststätte Schneermann. Die Musikliebhaber tummeln sich bei der Band im Saal, alle anderen genießen Geselligkeit rund um die Theke. „Fast Lane“ begeistern hier mit Songs aus den 70er und 80ern, die sicherlich auch bei einigen Gästen Erinnerungen weckten, bis es Zeit war wieder in den Bus zu steigen.
Ein wenig verschnaufen vom Tanzen war angesagt im Berghotel Hohe Mark. Eine bunte Mischung aus Jazz, Gospel, Blues und wechselnden Rhythmen sorgte hier für eine tolle Musikunterhaltung, bei der dann auch Gespräche untereinander ohne Anstrengung möglich waren. Und doch: Sydney Eliis füllte mit dunklen Altstimme kraftvoll den Raum. Einfach wunderbar.
Das extreme Gegenteil dann in der Kneipe „Zum Mötken“. Hier gabs wie in jedem Jahr ordentlich was auf die Ohren. Das wissen die Fans und freuen sich auch drauf, wie mir versichert wurde.
Der Rückweg führt über Klein Reken, Maria Veen habe ich nicht geschafft. Zuviel Leute getroffen.
Die „Gute Stube“ im Dorf ist, wie die vier Lokalitäten, gefüllt mit feiernden Menschen. Kurzfristig erhielten die TBirds88 im Jägerhof auch Verstärkung von einem Gast, der seine aufblasbare Gitarre mitführte und abrockte.
Auch die vierte Auflage von Reken rockt, konnte mit 2.350 Besuchern (Quelle Heinz Heiming) , als Erfolg verbucht werden. Die Gäste tingelten gut gelaunt durch die Ortsteile, suchten sich ihre Konzerte aus. Das Schöne an Reken rockt: Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Als die Musiker um ein Uhr Schluss machten, war für viele Gäste aber noch lange nicht Schluss.

Die Fotos
http://reken-erleben.de/index.php/fotos/reken-rockt-2017-fotos-gaby-eggert

.

.

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok