Abschied vom Gewerbepark

9.3.2017 Reken. Leserbrief von Hans Kuhrmann zur Pressemitteilung der CDU „CDU glaubt weiterhin an den Gewerbepark“- Letztes Jahre im Sommer, da stand der Gewerbepark noch auf der Kippe, jetzt ist er gestorben.

Dies glaube ich ganz sicher zu wissen. Dies sollte die CDU-Reken und die Gemeindeverwaltung jetzt endgültig einsehen, denn sie haben viel mehr Informationen als ich.

 

Die jetzige CDU-Pressemitteilung ist bezeichnend für ein letztes Aufbäumen; denn wenn nichts mehr geht, dann geht man in die Öffentlichkeit. Siehe auch die Pressemittellung von Bürgermeister Deitert im letzten Jahr. Die CDU spricht jetzt von vernünftigen Kompromissen und einer zielorientierten, vernünftigen Gesprächskultur. Das ist ein Witz.
Kann ich mich doch gut an die Jahre 2005/2006 erinnern, wo damals eine massive Unterschriftenaktion durch Bürgerinnen und Bürger in Reken gegen dieses Gewerbegebiet vom damaligen Bürgermeister – mit Rückendeckung durch die CDU – fast kriminalisiert und brutal abgebügelt wurde.
Zielsicher ging das Projekt raus aus den jeweiligen Räten hinein in die Konstruktion „Zweckverband“. Mit dem Ziel: Raus aus der öffentlichen Diskussion in den drei Räten Borken , Heiden und Reken. Die Bürgerinnen und Bürger in diesen drei Orten waren von da an auch wirklich von den Informationen und dem jeweiligen Sachstand abgetrennt, ja nicht einmal alle Ratsmitglieder bekamen Informationen über den aktuellen Stand der Dinge.
Gott sei Dank gab es von Anfang an die "Bürgerinitiative Gewerbepark A 31 nein“, die diese unsinnige und teure Planung mit vielen Argumenten jetzt wohl als Erfolg für sich verbuchen kann.
Hiermit möchte ich - einfach als Bürger von Reken - meine Freude über diese Entwicklung Kund tun und nur einige Argumente aus der öffentlichen Diskussion gegen diesen „Gewerbepark“ in Erinnerung rufen: Ein intakter Naturraum der münsterländischen Parklandschaft in einem Landschaftsschutzgebiet ginge verloren. Ein hoher Waldanteil mit zumeist älterem Baumbestand würde vernichtet. Der Erholungswert der Landschaft würde durch Gewerbe und Industrie an genau dieser Stelle stark beeinträchtigt. Der Lebensraum von Tieren und Pflanzen würde vernichtet. Eine Trinkwasserschutzzone würde beeinträchtigt (betrifft fast 60 Prozent der Planfläche). Es käme zu einem maximalen Flächenverbrauch durch Schaffung eines neuen Siedlungskerns in einem bisherigen Freiraum.
Denn das Gelände besteht aus 24 ha Wald und 30 ha Ackerfläche. Es liegt teilweise im Wasserschutzgebiet und in zwei Landschaftsschutzgebieten. Es wird von einer touristischen Fuß- und Radwegeverbindung durchquert und weist landwirtschaftlich wertvolle Flächen auf. Ein Teil der Fläche ist im Flächennutzungsplan Reken als Erholungsgebiet mit Golfplatz und Wildpark ausgewiesen. In unmittelbarer Nähe liegen Wallhecken (Nr. 4108-004, kulturhistorisch wertvolles Vernetzungsbiotop), ein Niederwald aus Eichen und Birken, ein naturnahes Kleingewässer (Biotopkataster Nr. 4107-041).
Die CDU glaubt weiterhin an das Gewerbegebiet. Ich glaube ich ganz sicher zu wissen, dass das „Gewerbegebiet A31“ gestorben ist.
Hans Kuhrmann, Buchenstr.13, 48734 Reken

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