SPD Reken lehnt die Änderung des Bebauungsplanes “Elisabethstraße“ ab 

17.2.2017 Reken. Pressemitteilung der SPD Fraktion: Aufgrund einer sehr intensiven Auseinandersetzung mit dem Bebauungsplan und vielen Gesprächen mit den Anwohnern lehnen wir aus den unten aufgeführten Gründen die Bebauungsplanänderung im Innenbereich des Ortsteiles Bahnhof Reken ab.

Planungsanlass für die Gemeindeverwaltung war der Wunsch der Kirchengemeinde, die Flächen auf denen das jetzige Pfarrheim steht zu verkaufen, um mit diesen Geldern, den Umbau an der Elisabeth Kirche zu finanzieren. 
Bis jetzt ist uns aber noch keine konkrete Folgenutzung genannt worden, die Planungen gehen damit ins Ungewisse und die Gemeinde Reken gibt mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan eine mögliche Einflussnahme auf die baulichen Gestaltung des Gebäude auf. Ein Gespräch mit möglichen Investoren macht nur vor einer Bebauungsplanänderung Sinn. Dann kann man anhand der vorgelegten Pläne entscheiden, passt das geplante Gebäude in die vorgegebenen dörflichen Strukturen. 
Kennt man aber seitens der Verwaltung der Gemeinde Reken und/oder der Kirchengemeinde die Folgenutzung und will sie nicht benennen, dann gibt es sicherlich Gründe dafür, und diese können nur sein, dass man massiven Protest von den Bewohnern aus Bahnhof Reken befürchtet. 
Dass es auch anders geht, zeigt uns z.B. die Gemeinde Velen dort lässt sich der Rat zuerst die Pläne vom Architekten zeigen und setzt dann die Beratungen zum Bebauungsplan weiter fort. 
Zum Thema Denkmalschutz 
Im Planentwurf enthalten ist nun neuerdings – eine „potentielle Denkmalfähigkeit“ der St.- Elisabeth-Kirche in Bahnhof Reken. Diese wird veranlasst durch die untere Denkmalschutzbehörde; die untere Denkmalschutzbehörde ist die Gemeinde Reken. 
Wieso wird die Elisabeth Kirche als potentielles Denkmal eingestuft, das Pfarrhaus aber nicht? Und ist durch den schon begonnenen Anbau die Denkmalwürdigkeit noch gegeben? 
Thema „Bürgerfreundlichkeit in Reken“ 
212 Unterschriften setzten sich für den Erhalt des Pfarrhauses ein, und wie geht die Verwaltung damit um? 
• Bürgerversammlung: nein 
• Anschreiben an alle Unterzeichner: Nein 
• Ernstnehmen der Einwände: nein 
• Gespräche mit den Anliegern, seit Mitte Oktober: Funkstille 
• Nachfragen zur Asbestbelastung des Pfarrheims bleiben unbeantwortet. 
• Das Engagement der Bürger wird als lästig empfunden, und die Bürger und Bürgerinnen werden in die Ecke der Querulanten gestellt.

Thema Naturschutzbelange
Hinweise der Bürger auf schützenswerte Bäume, (von denen einige schon gefällt sind), die wertvolle Hecke, die zahlreichen Vogelarten beherbergt und als Brutstätte dienen, werden nicht weiter verfolgt. Es wird ausdrücklich in der Vorlage darauf hingewiesen, dass von einer Umweltprüfung abgesehen wird. 
Weitere Einwände sind nach Meinung der SPD Reken nicht ausreichend berücksichtigt oder beinhalten eine unzureichende Darstellung der Sachlage, wie z.B. die Argumentation zur Kanalbelastung oder die Ausführungen zu den benötigten Stellplätzen. 
Also Ablehnung von Seiten der SPD Fraktion 
• wegen mangelhafter Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen 
• wegen unserer Meinung nach mangelhafter Überprüfung der Naturschutzbelange 
• und vor allen wegen einer voreiligen zu schnellen Bebauungsplan Änderung 
• und damit der Aufgabe jeglicher Einflussnahme auf die äußere Gestaltung des Gebäudes.

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