"Sind Sie das Christkind?"

13.12.2016 Reken (geg), Es ist Heiligabend: Die Familie sitzt rund um den festlich gedeckten Tisch, es duftet nach frischer Tanne und Weihnachtsgebäck, fröhliches Lachen und festliche Klänge erfüllen den Raum.
Die Familie hat sich lange auf den Tag vorbereitet. Mit leuchtenden Augen packen die Kinder und Erwachsene bunt verpackte Geschenke aus. Die Freude ist allen ins Gesicht geschrieben. Doch das ist längst nicht überall so. Auch in Reken nicht. An vielen Stellen ist die Not groß und Einsamkeit vorhanden. Es gibt besonders ältere Menschen die alleinstehend sind und niemanden haben der sie beschenkt. Und manchmal ist auch nicht genügend Geld da, um Kinderwünsche zu erfüllen.
Um auch diesen Menschen in schwierigen Situationen zu strahlenden Augen zu verhelfen, hat sich die Pfarrcaritas bereits schon vor vielen Jahren die Weihnachtspäckchenaktion einfallen lassen. (Wir berichteten).


Von den Damen der ersten Stunde immernoch dabei ist Annegret Dowe. „Ich habe die Idee aus dem Münsteraner Kinderhaus nach Reken gebracht“, erzählt sie. Mit ihrem Anliegen stieß sie damals auf offene Ohren der Mitglieder der Rekener Pfarrcaritas, so dass dem Unterfangen nichts im Weg stand.
Unterstützt wurde die Aktion auch mit 300 Euro von der Rekener Kleiderstube. Ingrid Mecking hat davon 20 Päckchen gepackt. Und auch der Familienmesskreis Maria Veen hat die Pfarrcaritas unterstützt. Auf dem Martinsmarkt wurde für diese gute Sache Gebäck verkauft.
„Sind Sie das Christkind?“ wurde Ulla Ahlte im Maria Veener Seniorenhaus gefragt, als sie die von Christa Niehues gespendeten Weihnachtsgestecke verteilte, die Jahr für Jahr immer auch für zusätzliche Freude sorgen. Ein bisschen wie ein Christkind dürfen sich die Damen der Pfarrcaritas also jetzt in der Weihnachtszeit auch fühlen, wenn sie die liebevoll dekorierten Weihnachtsgeschenke zu den Menschen bringen.
90 Pakete sind es in diesem Jahr und das bedeutet eine Menge Arbeit für die weihnachtlichen „Heinzelfrauen“, die es auch gewohnt sind ganz unterschiedlich empfangen zu werden. „Es gibt Menschen die schon auf uns warten“, so Ulla Ahlte, bei der die Fäden der Aktion zusammenkaufen. Aber manchmal gebe es auch Distanz, auch damit müssen die Damen klar kommen. Meist aber werden sie noch zum Tässchen Kaffee eingeladen, da besonders die einsamen Menschen froh sind, mal Besuch zu erhalten.
Im Seniorenhaus Maria Veen ist die Übergabe immer ein wenig festlich gestaltet, dafür sorgt das Team des Hauses.
Eine besondere Freude sei es natürlich, so berichtet Ulla Ahlte, wenn wie in diesem Jahr aus einem Päckchen für eine Familie auch mehrere werden, wenn jemand sage: “ Uns geht es gut, deswegen geben wir als Familie einer anderen Familie die Not leidet gerne etwas“.
Leider sind aber auch vier Pakete gar nicht zurückgekommen, das sei natürlich sehr bedauerlich. .
Die Wünsche der zu beschenkenden Menschen sind sehr vielfältig. Annegret Dowe erzählt „Wir hatten mal einen 81jährigen Herrn, der hat sich für seinen Hund Hundefutter gewünscht“. Auch dieser Wunsch sei natürlich gerne erfüllt worden.
Von den 90 Paketen gehen 45 nach Maria Veen, 30 bleiben in Groß Reken. „Dort sind es meist ältere Menschen die beschenkt werden, doch „Es werden von Jahr zu Jahr weniger“.

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