„Sehen und gesehen werden“

13.10.2015 Maria Veen. „Der Schulterblick beim Abbiegen ist die Lebensversicherung für Radfahrer“, sagt Ludger Kremer. Der Verkehrssicherheitsberater von der Kreispolizeibehörde Borken und seine Kollegen Josef Rickers, Andreas Rudde und Gina Ligges trainieren in dieser Woche mit Bewohnern des Benediktushofes das richtige Verhalten im Straßenverkehr.
Neben Rollifahrern und Läufern gehören auch mehrere Fahrradfahrer zur Gruppe. An verschiedenen Kreuzungen im Ort üben die Fahrrad-Fahrer das richtige Abbiegen mit ihren Rädern.
„Mir hat gerade jemand die Vorfahrt genommen“, schüttelt Björn Böhm den Kopf über das regelwidrige und gefährliche Verhalten einer Autofahrerin. Björn Böhm hat nicht auf sein Recht bestanden und die Frau fahren lassen. „Ich will ja nicht umgefahren werden“, sagt er und die Polizisten geben ihm recht: „Manchmal muss man durch sein eigenes Verhalten das Fehlverhalten anderer kompensieren!“


Wer mit dem Rolli oder E-Rolli auf dem Gehweg unterwegs ist, muss ebenfalls die Augen offen halten. Beim Überqueren der Fahrbahn gibt es manchmal Hindernisse, die einem die Sicht nehmen - das kann ein falsch parkendes Auto oder eine Fußgängerin sein, die vor dem Rollifahrer steht. Im letztgenannten Fall reicht es schon aus, die im Weg stehende Person zu bitten, einen Schritt zur Seite zu gehen.
Situationen erkennen und verstehen, andere Verkehrsteilnehmer sehen und gesehen werden, die eigene Sicherheit im Auge haben und sich anderen gegenüber rücksichtsvoll verhalten – das sind die Themen beim Verkehrssicherheits-Training.
„Wir nehmen uns in dieser Woche die Knackpunkte in Maria Veen und in Groß Reken vor“, erklärt Verkehrssicherheitsberater Andreas Rudde. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß er, dass die E-Rolli-Fahrer auch weitere Strecken mit ihren Fahrzeugen zurücklegen.

„Für unsere Bewohner ist Mobilität besonders wichtig und gleichzeitig aufgrund ihrer Einschränkungen nicht immer einfach“, begründet Benediktushof-Mitarbeiter Christoph Holtick die Notwendigkeit des Verkehrs-Sicherheitstrainings. Es findet seit mehr als 15 Jahren regelmäßig im Herbst statt und wird für die Werkstatt-Beschäftigten im Benediktushof als Fortbildung angeboten. „Trainieren kann nie schaden“, meint Alexandra Sablowski. Die E-Rolli-Fahrerin findet die Fortbildung gut und freut sich über die Abwechslung vom Arbeits-Alltag.

Free Joomla! template by Age Themes

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok